Montag, 21. Oktober 2013

TOTENBLICK - Thriller-Debüt von Markus Heitz

TOTENBLICK
Autor: Markus Heitz
Verlag: Audiomedia
Auflage: August 2013
Sprecher: Simon Jäger
gekürzte Lesung
6 Audio CD mit 450 Minuten
Preis: 12,44 Euro
Krimirezension: Biggi Friedrichs

„Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.“ Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die Todesbildern nachempfunden sind: alte Gemälde, moderne Fotografien oder Bilder aus dem Internet. Anfangs glauben die Ermittler noch, die Hinweise wären am Tatort versteckt oder es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Vorlagen und den Opfern. 

Doch dann machen sie eine grausige Entdeckung: Auf den Vorlagen erhöht sich die Zahl der abgebildeten Toten - aber da ist noch mehr: Die Spuren für die Ermittler sind an einem besonderen Ort vom Täter verborgen worden …" (Verlagsinfo)

Der junge Konzertpianist, Sohn eines bekannten Theaterintendanten in Leipzig, wird auf der Straße überfallen. Am nächsten Tag wird er von einem Unbekannten, der in seine Wohnung eingedrungen ist, verschleppt und ermordet. 

Der Täter inszenierte mit seinem Opfer ein Kunstwerk. Bei diesem einen Mord bleibt es nicht. Bald ist klar, dass in Leipzig ein Serienmörder umgeht, der bekannte Kunstwerke nachstellt. Natürlich wird eine Soko ins Leben gerufen um die "Bildermorde", wie sie genannt werden, aufzuklären. 

Peter Rohde ermittelt. Sein Freund und Joggingpartner Ares Löwenstein, Personalrainer und Ex-Mitglied der Rockergang "Demons", unterstützt ihn dabei. Der Mörder möchte gerne gefunden werden, doch die Soko hat keinen greifbaren Anhaltspunkt. 

Die Hinweise, die der Mörder gibt, helfen der Soko nicht wirklich. Ein weiterer Täter scheint den Bildermörder nachahmen zu wollen. Die Soko tappt im Dunkeln und muss sich beeilen, denn die Taten werden immer persönlicher. 

Hinzu kommt, dass die Ermittler verunsichert werden,, weil der Täter am Tatort Nachrichten hinterlässt, die besagen, dass der Blick des Toten die Person erfasst, die als nächstes sterben wird.

Markus Heitz verspricht in seinem Thrillerdebüt Spannung von der ersten Seite an.

Persönliche Meinung: 
5***** (von 5 möglichen)

Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil und interessante Protagonisten erschaffen, wie z. B. Hauptkommissar Peter Rohde, der ADHS hat und keine Namen behalten kann oder seinen Freund Löwenstein, ein Hüne, der von allen seinen drei Ex-Frauen noch die Eheringe trägt. 

Zum Team der Soko gehören noch die junge, sympathische Ermittlerin Schwedt, die ihrem Date entgegenfiebert und Lackmann, der Alkoholprobleme hat und erst ab einem bestimmten Alkoholpegel so richtig in die Gänge kommt. 

Der etwas unheimliche Bestatter Korff ist eine absolute Kultfigur, der keine Angst vor dem "Schnitter" hat, wie er dem Bildermörder mitteilt. Der Dialog zwischen Korff und dem Serienmörder ist mehr als gelungen und bringt etwas schwarzen Humor in die Geschichte. Korff schafft es, den Serienmörder das Fürchten zu lehren.

In einem Handlungsstrang ermittelt der Hörer zusammen mit dem Ermittlungsteam, die blutigen, schaurigen Tatorte werden genau unter die Lupe genommen. In einem weiteren Handlungsstrang versuchen er zusammen mit Ares Löwenstein einen Entführungsfall zu lösen. 

Bei einigen Protagonisten erhält man Einblicke in ihr Privatleben, was zur Folge hat, dass einige Personen sehr sympathisch werden. Die Bedeutung der Nebenhandlungen und Personen werden zum Ende hin immer klarer. Markus Heitz scheut sich auch nicht davor, im Laufe der Handlung den einen oder anderen Sympathieträger auszuradieren.

Ein ungewöhnlicher, durch und durch spannender und intelligenter Thriller mit ungewöhnlichen Protagonisten. Ganz klare Hörempfehlung.

1 Kommentar:

  1. Mir hat das Buch auch richtig gut gefallen! Ein Muss für jeden Krimifan!

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