Samstag, 14. September 2013

ICH TÖTE LIEBER SANFT - Meisterhaft knapp & lakonisch, gewürzt mit schwarzem Humor

Krimi-Rezension von Jörg Völker

In Markie Trattmanns Hinterzimmer wird Poker gespielt, illegal und um hohe Einsätze, protegiert von der Bostoner Mafia. 

Als zwei nicht besonders clevere Kleinkriminelle die Runde überfallen und mit der Beute unerkannt entkommen, müssen die Spiele ausgesetzt werden. Das gefällt niemandem, denn es geht um viel Geld. Die Mafia setzt Jackie Cogan, als Profikiller der Beste seines Fachs, auf die beiden an, doch Cogan wird es nicht leicht gemacht. 

Die Bürokratie und Unentschlossenheit des Syndikats rauben ihm den letzten Nerv, und der Kollege, den Cogan für den Job hinzugezogen hat, entpuppt sich als sexbesessener und unzuverlässiger Säufer. Aber Jackie Cogan nimmt seinen Job wirklich ernst …(Verlagsinfo)

Ein ausgezeichneter Kriminalroman von George V. Higgins († 06.11.1999), der die Handlung vorzugsweise durch den Inhalt der Dialoge vorantreibt.

Persönliche Meinung: 
5 ***** (von 5 möglichen)

Meisterhaft, in knapper, lakonischer Sprache beschreibt der Autor das Geschehen, gewürzt mit schwarzem Humor. 

Der stümperhaft durchgeführten und mangelhaft getarnten Tat kleiner Ganoven folgt eine gnadenlose Abrechnung seitens der großen Gangster, die einen bewährten Auftragskiller von Format einschalten, um ihr Gesicht in der Unterwelt zu wahren.

Die Originalausgabe "Cogan's trade" erschien zwar erstmals schon 1974 (nur in englisch) die Übersetzung des Buches und deutsche Erstveröffentlichung im Antje Kunstmann Verlag nach fast 40 Jahren ist trotzdem vollkommen gerechtfertigt!

Titel: ICH TÖTE LIEBER SANFT
Autor: George V. Higgins
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 239
Verlag: Antje Kunstmann
Übersetzung: Dirk van Gunsteren
Preis: 14,95 Euro

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.