Sonntag, 8. September 2013

ICH BIN UNSCHULDIG (Hörbuch) - Viele Wendungen, aber auch ein paar "Tricks"

ICH BIN UNSCHULDIG
Autorin: Sabine Durrant
Verlag: Osterwold Audio
Auflage: August 2013
Sprecherin: Julia Nachtmann
6 Audio CD mit 442 Min.
gekürzte Lesung
Preis: 19,99 Euro
Krimirezension: Dani Nimz

Von einem Tag auf den anderen wird Gaby Mortimers Leben zum Albtraum. Beim Joggen entdeckt sie einen hellen Fleck zwischen den Bäumen – die blasse Haut einer ermordeten jungen Frau. 

Doch das ist erst der Anfang. Gaby ruft die Polizei, versucht, alles richtig zu machen, aber plötzlich wird sie verdächtigt. Niemand will ihr mehr glauben, dass sie die Tote nicht kannte, sie nie zuvor gesehen hat. 

Immer mehr Indizien sprechen gegen sie, die Beweise werden erdrückend. Gaby steht mit dem Rücken zur Wand, ganz allein. Und sie spürt, dass ihr Mann mehr weiß, als er zu erkennen gibt … (Verlagsinfo)

Gaby ist Co-Moderatorin einer dieser unsäglichen Tränen-Shows im Vormittagsfernsehen, sehr bekannt, sehr erfolgreich. Sie ist Mutter einer zauberhaften Tochter, wohnt in einem schönen großen und teuren Haus, hat eine Nanny fürs Kind, hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann. Einzig die Beziehung zu ihrem Mann lässt zu wünschen übrig, man lebt so nebeneinander her. 

Von heute auf morgen gerät durch den Fund ihre Welt ins Wanken, sie verliert ihren Job, wird von Journalisten belagert, ihr Mann befindet sich am anderen Ende der Welt und denkt nicht einmal daran, ihr zu Hilfe zu eilen. 

Die Polizei stellt ihr mit einer Verbissenheit nach, die einen nur in Erstaunen versetzen kann. Mit einem der Journalisten, die sich vor ihrem Haus tummeln, tut sie sich zusammen und versucht, herauszufinden, wer denn nun wirklich das junge Mädchen umgebracht hat. Es tun sich erstaunliche Verbindungen auf, der Hörer wird ein ums andere Mal in die Irre geführt und der Schluss hat es definitiv in sich.

Persönliche Meinung: 3,5 Sterne (von 5 möglichen)

Das Hörbuch dieses Thrilles fand ich alles in allem nur mäßig spannend, die Geschichte war gut erdacht, der Storyverlauf immer klar und nachvollziehbar, wenn auch mitunter ein wenig enttäuschend.. 

Ich mag es persönlich nicht so, wenn "Fakten" als Fährten ausgelegt werden, die sich hinterher als banale Lügen herausstellen, die man so nicht erahnen konnte. Ich habe bei einem Whodunnit gern eine reelle Chance, mitzuermitteln. 

Der Plot wies einige überraschende Wendungen auf, aber gerade diese hätten ein wenig mehr Lebendigkeit vertragen. Die Vortragsweise Julia Nachtmanns kommt leider sehr distanziert und abgeklärt herüber, zu wenig gehetzt, wenn die Ereignisse sich überschlagen oder sich große Überraschungen auftun.

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