Samstag, 14. September 2013

DIE TOTENTÄNZERIN - Reicht nicht an die Vorgänger-Thriller von Max Bentow / Hörbuch

DIE TOTENTÄNZERIN
Autor: Max Bentow
Verlag: Der Hörverlag
Auflage: September 2013
Sprecher: Axel Milberg
8 Audio CD mit 552 Min.
ungekürzte Lesung
Preis: 19,99 Euro
Krimirezension: Dani Nimz


Ein Mann und eine Frau, entkleidet und in einer engen Umarmung vereint, die Körper mit einer Schnur aneinander gefesselt. Das Bett, auf dem sie liegen, ist blutdurchtränkt, davor auf bizarre Weise drapiert die Nachtwäsche der beiden Opfer. 

Dieser schaurige Anblick bietet sich Nils Trojan und seinem Team, als sie in der Wohnung eintreffen, in der sich das grauenhafte Verbrechen ereignet hat. Welcher kranke Geist hat hier gewütet? Wie weit geht Hass, dass er einen Menschen zu einer solchen Tat verführt? 

Trojan ist schockiert, als ausgerechnet Theresa Landsberg, die Frau seines Chefs, in den Kreis der Verdächtigen gerät. Er will nicht an ihre Schuld glauben, und doch weiß er, dass er jede Spur verfolgen muss. Denn soeben wurde ein weiteres Liebespaar tot aufgefunden. (Verlagsinfo)

Der dritte Band um Nils Trojan und seine Kollegen versucht uns lange glauben zu lassen, dass die Frau seines Chefs hinter den Gewalttaten steht. Tatsächlich beherrscht Bentow das Spiel mit der Balance ausgezeichnet, so dass wir bis zum Ende nicht sicher sein können. 

Persönliche Meinung: 3,5 Sterne (von 5 möglichen)

Die Geschichte wirkt im Gegensatz zu ihren beiden Vorgängern insgesamt etwas zerfasert, wird aber zum Ende hin schlüssig, wenn auch arg konstruiert, aufgelöst. 

Auch erfahren wir wieder ein bisschen mehr über Trojans Privatleben und seine sich entwickelnde Beziehung zur Psychologin Jana. Diese portionierten Informationen empfinde ich als sehr angenehm, bleibt doch dabei die Spannung um die Hauptfigur erhalten. 

Mir hat Axel Milbergs Vortragsweise in den vorherigen Bänden besser gefallen, in DIE TOTENTÄNZERIN kommt er doch zeitweise etwas schleppend und wie ein Märchenerzähler daher, leider zu Lasten des Tempos und der Spannung. 

Besonders erwähnen möchte ich die ausgefeilte Sprache in allen Bentow-Romanen. Seine Formulierungen sind immer wieder ein Genuss und ein gutes Beispiel dafür, dass der Krimi stilistisch keine Nullnummer sein muss.

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