Freitag, 19. Juli 2013

BLICK IN DIE ANGST (Hörbuch) - Hier überzeugt leider nur die Sprecherin Laura Maire

BLICK IN DIE ANGST
Autorin: Chevy Stevens
Verlag: Argon Verlag
Auflage: Mai 2013
Sprecherin: Laura Maire
gekürzte Lesung
6 Audio CD mit 433 Min.
Preis: 11,40 Euro
Krimi-Rezension: Nicole Ludwig

Dr. Nadine Lavoie arbeitet als Psychiaterin in einer Klinik, als ihr eine Patientin namens Heather zugewiesen wird. Die junge Frau hat versucht, sich das Leben zu nehmen. 

Als Nadine sich Heathers Geschichte anhört, fühlt sie sich in die Zeit ihrer eigenen Kindheit zurückversetzt. Auch sie hat eine Weile in einer Art Hippie-Kommune gelebt. In dieser Periode ihres Lebens muss etwas Schlimmes passiert sein, denn Nadine leidet seit der Zeit bei der Wohngruppe „River of Life“ an Klaustrophobie. 

Auch das Verhältnis zu ihrer Tochter ist denkbar schlecht, diese ist drogenabhängig und Nadine hat den Kontakt zu ihr verloren.Nach und nach kehren ihre Erinnerungen zurück und Nadine gerät mehr und mehr in Gefahr.

Die ersten beiden Hörbücher von Chevy Stevens („Still Missing“ und „Never Knowing“) hatten mir ausgesprochen gut gefallen. 

Schade, dass dieses Hörbuch deshalb eine große Enttäuschung für mich gewesen ist. Das Ganze ist ein Monolog von Nadine, die ihre eigene Geschichte und ihre Ängste erforscht. 

Sie wirkt dabei teilweise richtig unsympathisch und spätestens als sie klare Vorzeichen übersieht (sogar ein Laie erkennt diese), dass sich eine junge Frau das Leben nehmen wird, ist man aufgrund der Unglaubwürdigkeit genervt. 

Eine Psychiaterin mit ausgeprägten eigenen psychischen und familiären Problemen ist einfach ein bisschen zu viel für einen Thriller. Im nächsten Buch sollte die Chevy Stevens den Focus der Story vielleicht lieber wieder auf eine/n Patientin/Patienten verlegen, von Nadine weiß der Hörer nun wirklich mehr als genug. 

Positiv hervorheben möchte ich die Leistung der Sprecherin Laura Maire. Nur ihretwegen habe ich bis zum Ende der Geschichte durchgehalten.

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