Donnerstag, 6. Juni 2013

VERSTECKT - Schlichter Horror aus den Achtzigern

Rezension von Dani Nimz
Gib acht, wer dich findet!

Dead River ist kein Ort für junge Leute. Die Hitze und die Langeweile legen sich über sie und saugen das Leben aus ihnen heraus. 

Auf verzweifelter Suche nach einem Adrenalinkick streifen Dave und seine Freunde durch das Dorf. Ein verlassenes Haus wird schließlich zu ihrer Spielstätte. 

Doch Freunde können gefährlich sein. Und das Spiel wird blutiger als geplant ... (Verlagsinfo)

Heute gehen wir ein bisschen fremd. Jack Ketchums „Versteckt“ hat rein gar nichts mit Krimi zu tun, wir haben hier einen Horrorroman vorliegen, wie ihn sich Stephen King hätte einfallen lassen können. Und da sind wir auch schon beim Thema. 

Jack Ketchum macht sich normalerweise gern Missstände der Gesellschaft zum Thema. Wer hier in dieser Richtung Erwartungen hat, wird enttäuscht werden. 

„Versteckt“ ist im Jahre 1984 entstanden, vor 30 Jahren also. Zu einer Zeit, in der Stephen King seine Blütezeit hatte - kurz bevor er dann anfing, Mehrteiler zu schreiben und (für mich) unlesbar wurde. 

Und genau in diese Zeit passt er vom Stil her auch ganz hervorragend. Flache Figuren, eine simple Story, ein Ende, das wir irgendwie so schon vorausgeahnt haben. Damals auf der Horrorwelle der 80er Jahre war das in Ordnung, heute braucht es ein bisschen mehr Tiefgang, um uns hinter dem Kamin vorzulocken. 

Sterne vergebe ich keine, da wir Krimis besprechen und keinen Horror, aber wer den frühen Stephen King liebt, wird an „Versteckt“ seine Freude haben.

VERSTECKT ist als Taschenbuch (256 Seiten) bei Heyne Hardcore in einer Übersetzung von Kristof Kurz für 8,99 Euro erschienen.

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