Sonntag, 2. Juni 2013

DIE FREMDE TOCHTER - Gut erzählte Familiengeschichte von Anja Jonuleit

Autorin: Anja Jonuleit
Verlag: RADIOROPA Hörbuch
Auflage: April 2013
Ungekürzte Lesung
1 MP3 CD mit 10:43 Std.
Sprecherin: Nadine Heidenreich
Preis: 19,95 Euro
Krimi-Rezension: Nicole Ludwig

Monsieur Cho lebt zurückgezogen in seiner eigenen Welt als Teemeister. Zu seinem Alltag gehört es, Tee-Zeremonien für Gäste abzuhalten. Während einer dieser Empfänge kommt ihm eine junge Frau namens „Lin“ seltsam bekannt vor und als sie sich mit den Worten „Auf Wiedersehen, Vater“ verabschiedet, weiß er sofort, an wen ihn die Augen des Mädchens erinnert haben. 

Es ist 30 Jahre her, dass seine große Liebe „Emilie“ und er getrennt wurden. Er hat viele Jahre erfolglos damit verbracht, sie zu suchen. Sollte diese junge Frau wirklich seine Tochter sein? 

Cho versucht, Lin’s Spur zu folgen, aber das Mädchen scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Der Teemeister ahnt nicht, dass er sich plötzlich mitten in einer Welt des Verbrechens wiederfinden wird. 

Wer hat den Polizeipräsidenten geteert und gefedert? Warum wurde der Pathologe gefesselt und geknebelt?

Persönliche Meinung: 
4**** (von 5 möglichen)

Wer bei diesem Hörbuch einen packenden Thriller erwartet, wird enttäuscht sein. 

Wer aber bereit ist, sich eine gut erzählte Geschichte anzuhören, wird erfreut sein. 

Es geht um die junge Künstlerin „Emilie“, die von ihrer Familie ein anderes Leben aufgezwungen bekommt, als sie es sich wünscht. Ihre Mutter „Adèle“, Leiterin eines Tee-Imperiums, möchte sie gerne in die Firma integrieren, aber Emilie wehrt sich vehement. Aus ihr wird eine psychisch instabile und depressive Frau.

Der Autorin gelingt es gut, die beiden Erzählstränge (Gegenwart/Vergangenheit) zu verbinden und der Hörer möchte unbedingt wissen, wie alles endet. 

Nadine Heidenreich hat eine angenehme Erzählstimme und es gelingt ihr gut, die verschiedenen Stimmungen einzufangen. 

Alles in Allem eine spannende Familiengeschichte, die zum Großteil authentisch wirkt.

Anm. KK: Dies ist mal ein sehr erfreulicher Fall, in dem das Hörbuch-Cover deutlich ansprechender gestaltet ist, als das Buch-Cover.

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