Donnerstag, 16. Mai 2013

FEMME FATALE - Der 5. Fall für Bruno, Chef de Police, im Perigord

Krimi-Rezension Elke Heid-Paulus

Das Périgord ist ein Paradies für Schlemmer, Kanufahrer und Liebhaber des gemächlichen süßen Lebens. Doch im April, kurz vor Beginn der Touristensaison, stören ein höchst profitables Touristikprojekt, Satanisten und eine nackte Frauenleiche in einem Kahn die beschaulichen Ufer der Vézère. Und Bruno, den örtlichen Chef de Police, stören zusätzlich höchst verwirrende Frühlingsgefühle. (Verlagsinfo)

Bruno ist zurück, der liebenswert schrullige Chef de Police mit seiner Ein-Mann-Polizeidienststelle aus St. Denis im Périgord, dieser wunderbaren Region im Südwesten Frankreichs, die allmählich, nicht zuletzt wegen der Kriminalromane von Martin Walker, eine touristischen Infrastruktur entwickelt. 

Dem trägt der Verlag auch Rechnung, ist doch dem Buch ein Mini-Reiseführer für das Périgord mit interessanten Tipps des Autors beigelegt (den einen oder anderen Hinweis kann ich bestätigen, da ich die Gegend kenne).

Persönliche Meinung: 4,5 Sterne (von 5 möglichen)

Im Mittelpunkt dieser Reihe stand bisher immer zum einen natürlich die Hauptfigur Bruno, zum anderen aber auch die Landschaft und das „Savoir vivre“ des Périgord mit den kulinarischen Köstlichkeiten, die dieser Landstrich zu bieten hat. 

In "Femme fatale", dem neuen Band der Reihe, rückt letzteres zwar zugunsten der Krimihandlung etwas in den Hintergrund, aber der Protagonist finden noch immer zahlreiche Gelegenheiten, um die Köstlichkeiten aus Küche und Keller zu genießen und den Leser daran teilhaben zu lassen.

Sehr übertrieben fand war die finale Action-Sequenz. Das muss nun wirklich nicht sei - ist aber wahrscheinlich dem Massengeschmack geschuldet - und passt meiner Meinung nach auch nicht zu der eher beschaulichen Stimmung des Buches.

Wie bei den Brunetti-Krimis von Donna Leon leben die Bruno-Krimis von Martin Walker im Wesentlichen von ihrer Hauptfigur, der Beschreibung ihres Alltags und ihres persönlichen Umfelds. 

Und es ist wohltuend, dass hier wie dort ein Polizist mit moralischen Grundsätzen, der ausnahmsweise einmal kein Suchtproblem hat, im Zentrum der Handlung steht!

FEMME FATALE ist gebunden (426 Seiten) im Diogenes Verlag in einer Übersetzung von Michael Windgassen für 22,90 Euro erschienen.

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