Dienstag, 7. Mai 2013

DU BIST NICHT ALLEIN... Fernseh-Krimis mit anderen gemeinsam erleben


Krimis im Fernsehen gucken macht Spaß. Noch mehr Spaß macht es, wenn man sich dabei mit anderen über das Gesehene austauschen kann. 

Im Zeitalter der Single-Haushalte und Fernbeziehungen ist dies nicht immer möglich. Was also tun, wenn man z.B. seinen Frust über einen neuen Tatort gerne teilen möchte, den Polizeiruf 110 einfach zu grausam fand und mal andere Meinungen dazu hören möchte oder die Vorabendkrimiserie superspannend war und niemand in der Nähe ist, mit dem man darüber plauschen könnte?

Wir hätten da ein paar Vorschläge:

Public Viewing in Tatort-Kneipen
Wer sich Sonntagabends dazu aufraffen kann, findet in den meisten deutschen Städten "Tatort-Kneipen". Eine Liste mit Tatort-Kneipen findet sich zum bei Tatort-Fundus. Hier werden rund 200 Lokale erfasst, in denen man sich mit anderen Sonntagsabends zum Tatort treffen kann.

Lästern & Loben in sozialen Netwerken
a) Facebook
Ab 20:00 Uhr geht's sonntags kriminell rund z.B. auf der Facebookseite des TATORTs. Hier finden sich regelmäßig jede Menge Tatort-Fans ein, die miteinander diskutieren, Nachteil: Bei einigen Tausend Kommentaren verliert man schnell die Übersicht, insbesondere seit Facebook die Kommentare nach vermeintlicher Wichtigkeit würfelt und die Chronologie verloren ist. Und: nicht alle halten sich an die Netikette. Übersichtlicher geht es da auf den Facebook-Seiten von "Wie war der Tatort", Tatort-Fundus oder in der Gruppe Tatort-Fans zu. Auch WILSBERG-Freunde treffen sich auf Facebook virtuell. 

b) Twitter
Auf Twitter und in vielen anderen Netzwerken finden sich Krimi-Liebhaber über sog. Hashtags = #. So findet man Meinungen und Diskussionen mit Hilfe des Hashtags zu allen Fernseh-Krimis und kann mitreden und selbst Kommentare verfassen.

c) Tele-Twitter
Beim Teletwitter werden Kommentare von Zuschauern zu einer laufenden Sendung im ARD Videotext eingeblendet. Wer mitmachen will, sendet einen Tweet – also eine Nachricht, die über Twitter abgesetzt wird – und schreibt in diesen den Hashtag der Sendung, z. B. #tatort oder #ard777. Im ARD Videotext werden dann Tweets mit dem Hashtag gezeigt.

Die Tweets laufen nicht automatisch in den Videotext ein, sondern werden von der ARD-Videotextredaktion ausgewählt. Originelle Beiträge haben bessere Chancen, im Fernsehen gezeigt zu werden.

Man muss aber nicht selber twittern, auch das Mitlesen ist -wenn man sich davon ablenken lassen mag- oft unterhaltsam. Wer wissen will, was die anderen Zuschauer zum Programm meinen, nimmt einfach die Fernbedienung in die Hand, drückt die Videotexttaste und wählt die Seite 777. Nach der Sendung gibt es meistens ein Best-of-Teletwitter im ARD Text. (Quelle: ARD Das Erste.de)

d) Von Zuschauer zu Krimi-Protagonist und umgekehrt
Auf Twitter kann man für bestimmte Sendungen während der Sendung, aber auch unter der Woche den Protagonisten folgen und mit ihnen in Dialog treten.

Krimi-Fan Annette Schwindt von http://blog.schwindt-pr.com zum Beispiel tritt in Kontakt mit den Figuren der Vorabendkrimiserie "Zwischen den Zeilen" aus der ARD-Reihe "Heiter bis tödlich". Für diese Sendung twittert u.a. die fiktive Journalistin Maja.

Annette Schwindt schreibt dazu ergänzend in ihrem Artikel Social Storytelling “Zwischen den Zeilen

"Auf Twitter geht es dazu – nicht nur während der wöchentlichen Folgen, sondern die ganze Woche über – unter dem Hashtag #zdz zur Sache. Dort tummeln sich nämlich die Figuren höchstpersönlich und kommentieren nicht nur die Sendung, sondern unterhalten sich auch mit den twitternden Fans, beantworten Fragen oder spinnen deren Ideen weiter."

"Die Social-Media-Aktivitäten von “Zwischen den Zeilen” beschränken sich jedoch nicht bloß auf Twitter. Auf der Facebookseite gibt es Hintergrundinfos, Fotos und auch eigene Videos mit Backstageinterviews oder extra für die Fans wie z.B. für die Mission #jennigoestwitter (Jenni twittert nämlich als einzige noch nicht, weil ultrablond). Auf Instagram sind Maja und Co. natürlich auch zugange."  (Quelle: Schwindt-PR)

e) Publikums-Foren bei den Sendern
Wer's klassisch in Forumsmanier mag und sich nicht scheut, sich bei einer Fernseh-Community zu registrieren, kann übrigens auch bei den Sendern direkt den Kontakt mit anderen Zuschauern finden. So gibt es z.B. bei der ARD Zuschauer-Communities/-Foren: TATORTPolizeiruf 110 / Großstatdtrevier. Das ZDF schaltet häufig zu den 22:00 Uhr-Sonntagabend-Krimis (wie z.B. "Lund" oder "Die Brücke" zeitlich begrenzt Sonderseiten mit Diskussionsmöglichkeiten, bei denen häufig ein Spiel angeschlossen ist bzw. man gemeinschaftlich Verdächtige ermitteln kann.

f) Google +
Stiefkind G+ bietet leider nicht viel Neues zum Thema, allerdings gibt es auch dort z.Zt. eine kl. Tatort-Communitity und zu den entsprechenden Hashtags finden sich alle Einträge einer Sendung.

d) Couch-Funk
Wer gerne mehrere Netzwerke auf einen Blick sehen möchte, kann sich mit einer App Wunsch-Fernsehsendungen (geht natürlich nicht nur mit Krimis) und Wunsch-Netzwerke auf Couch-Funk für PC, Tablet oder Handy zusammenstellen.

Krimi-Fans, die sich über Fernseh-Krimis mit anderen Zuschauern (vor, während oder nach der Austrahlung) austauschen möchten, können dies über viele Wege im Netz oder vor Ort tun. Achten Sie dazu bei Fernsehsendungen auf die Texteinblendungen der Sender während des Films.

Und nicht zuletzt freuen wir uns im KrimiKiosk natürlich auch auf Diskussionen, hier auf dieser Webseite oder unseren Facebookseiten bzw. Google+Seiten :-)

1 Kommentar:

  1. Lieben Dank für das Aufgreifen meines Artikels! :-) Inzwischen "zwitschert" Jenni übrigens auch unter @jennifer_kuntze ! :-)

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