Samstag, 18. Mai 2013

BRETONISCHE BRANDUNG (Hörbuch) - Viel bretonische Lebensart, wenig Krimi

BRETONISCHE BRANDUNG
Autor: Jean-Luc Bannalec
Verlag: DAV
Auflage: Juni 2013
Sprecher: Gerd Wameling
6 Audio CD mit 458 Min.
gekürzte Lesung
Preis: 19,99 Euro
Krimirezension: Biggi Friedrichs 


Die sagenumwobenen Glénan-Inseln vor Concarneau wirken wie ein karibisches Paradies. Kommissar Dupin möchte am liebsten bei bretonischem Hummer in der urigen Inselkneipe sitzen, doch es wartet Arbeit auf ihn. 

Drei Leichen liegen am Strand und alles deutet auf Tod durch Ertrinken hin. Als Dupin erfährt, welchen Geschäften die drei nachgingen, gerät er ins Zweifeln. War der tragische Unfall in Wahrheit ein kaltblütiger Mord? 

Während der nächste Sturm aufzieht, führen seine Ermittlungen Dupin tief hinein in die Geschichte der Inseln und ihrer eigensinnigen Bewohner und bringen eine dramatische Wahrheit ans Licht." (Verlagsinfo)

Kommissar Dupin, der nicht gerne mit Booten unterwegs ist, muss auf die Glénan-Inseln vor Concarneau. Er ist nicht sehr davon begeistert. Aber der Präfekt ist mit dem Hubschrauber unterwegs, daher muss er aufs Boot. Die gefundenen Leichen gilt es erst einmal zu identifizieren. Dass die Ermordeten nicht ertrunken sind, bringt die Gerichtsmedizin ans Licht. Nun muss Kommissar Dupin ermitteln, obwohl er eigentlich am liebsten in der Inselkneipe sitzen und die bretonischen Spezialitäten genießen würde, jedoch sitzt ihm der Präfekt im Nacken, der Ergebnisse sehen möchte.

Persönliche Meinung: 3*** (von 5 möglichen)

Gerd Wamelings Stimme ist angenehm, mit seinen Stimmveränderungen kann man die einzelnen Figuren im  Hörbuch gut unterscheiden.

In diesem Krimi mit viel bretonischem Lokalkolorit, dreht sich leider sehr viel um Essen und um den Kaffee, den Kommisar Dupin gerne trinkt. Deshalb werden die Stammgäste der Inselkneipe auch von ihm einige Male verhört. Die Dialoge sind gut, teilweise auch humorvoll.

Kommissar Dupin ist ein etwas eigenwilliger Kommissar. Seinen Assistenten Kadeg kann er nicht leiden, weshalb er ihn bei den Ermittlungen immer schön weit weg schickt. Seine Assistentin Notwenn hingegen beruhigt den Präfekten, wenn dieser vor Wut platzt, weil Dupin ihn nicht zurückruft. Sie gibt gute Ratschläge und hat Kenntnisse über die Bretagne und ihre Geschichte. 

Bei den Ermittlungen müssen die Assistenten einiges aushalten, so dürfen sie erst spät nachts nach Hause oder werden früh morgens von Dupin angerufen.

Der Hörer erfährt viel über die Geschichte und die Sagen des kleinen Archipels und bekommen die Landschaft bildhaft beschrieben. Das Ende des Krimis ist überraschend, wurde der Mörder wirklich gefasst? Ich glaube nicht ..

Viel Landschaft, Essen und Trinken und die Geschichte der Inselgruppe, aber leider auch sehr langatmig. Für einen Krimi fehlt mir hier die Spannung.

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