Donnerstag, 11. April 2013

MILANO CRIMINALE (Hörbuch) - Umfassender Überblick über das Bandenwesen Norditaliens

Autor: Paolo Roversi
Verlag: Hörbuch Hamburg
Auflage: März 2013
Sprecher: Markus Boysen
6 Audio CD mit 474 Min.
gekürzte Lesung
Preis: 19,99 Euro
Krimirezension: Elke Heid-Paulus


Der 27. Februar 1958: Ein ganz normaler Tag in der Via Osoppo, mitten in Mailand. Aus dem Nichts tauchen sieben Bewaffnete auf. Sie rauben einen Geldtransporter aus und landen den größten Coup in der Geschichte Italiens. Die Menschen feuern die Räuber an. 

In diesen Zeiten, in denen Armut und Hunger herrschen, sind die Männer Helden, weil sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Unter den Zuschauern befinden sich zwei Jungen, Roberto und Antonio. Angesichts dieser unglaublichen Tat trifft jeder für sich eine Wahl, die sein Leben für immer verändern wird. (Verlagsinfo)

Paolo Roversi führt uns in seinem neuen Kriminalroman durch das Italien der sechziger und siebziger Jahre, eine Epoche, die von gesellschaftlichen und politischen Veränderungen geprägt ist. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der einfachen Leute sind schlecht und so hat die Mafia leichtes Spiel, wenn sie Nachwuchs rekrutieren will, denn die Kinder und Jugendlichen, wie in unserem Fall Roberto, lassen sich von der Möglichkeit, schnell an Geld zu kommen beeindrucken und glauben, so dem Teufelskreis der Armut zu entkommen.

Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die nicht tatenlos zusehen wollen, wie die Kriminalität in ihrem Heimatland allmählich alle Bereiche durchdringt und die Menschen korrumpiert. Antonio beschließt deshalb Polizist zu werden und sein Leben der Verbrecherjagd und der Verbrechensbekämpfung zu widmen. 

Persönliche Meinung: 3*** (von 5 möglichen)

Der Hörer begleitet Roberto und Antonio, deren Wege sich im Laufe der Jahre immer wieder kreuzen - hier der Mafioso, dort der Polizist – und bekommt ganz nebenbei noch einen umfassenden Überblick über das Bandenwesen und die Unterwelt in Norditalien.

Ich fand diesen Aspekt zwar sehr interessant, aber auch anstrengend, denn man wird ohne Unterlass mit den unterschiedlichsten Namen bombardiert.

Dazu kommt der sehr gewöhnungsbedürftige Vortragsstil des Sprechers. Dessen Stimmlage passt zwar hervorragend zu dieser Geschichte, aber seine Lesung und vor allem die völlig sinnfrei übertriebenen Betonungen innerhalb einzelner Worte fand ich absolut unpassend und das Hörvergnügen trübend.

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