Montag, 22. April 2013

DAS VERGESSENE MÄDCHEN - Zahlreiche Personen & viele irrelevante Informationen

Krimi-Rezension von Elke Heid-Paulus

Auf einer Klassenfahrt verschwindet die junge Lea spurlos. Erst kürzlich wurde ein Mädchen entführt und umgebracht, der Täter ist noch immer auf freiem Fuß. Steckt hinter Leas Verschwinden der ältere Mann, mit dem sie eine Affäre hatte? Was ist mit dem unglücklich verliebten Mitschüler, der wie vom Erdboden verschluckt ist? 

Dann überschlagen sich die Ereignisse: Ein Mitarbeiter von Kripochef Gerlach wird angeschossen. Der verliebte Mitschüler liegt bewusstlos auf der Intensivstation. Und von Lea keine Spur. (Verlagsinfo)

„Das vergessene Mädchen“ ist mittlerweile der neunte Teil der Reihe um Alexander Gerlach, den Kriminaloberrat der Heidelberger Kripo, und sein mal mehr, mal weniger turbulentes Privatleben als alleinerziehender Vater pubertierender Zwillingsmädchen. An den bereits bekannten Lebensumständen hat sich nichts geändert – er liebt noch immer Jazz und Theresa, pikanterweise die Frau seines Chefs. 

Und auch die Kollegen sind gleich geblieben. Soweit also bekanntes Terrain für den Leser, und auch die Wechselwirkungen zwischen Privatem und Beruflichem halten sich, wie schon in den Vorgängerbänden, in etwa die Waage.

Diesmal sind Gerlachs Töchter indirekt in den Fall involviert, denn bei ihrem Schulausflug nach Straßburg verschwindet Lea, eine ihrer Mitschülerinnen und bleibt unauffindbar. Und so kommen Gerlach und die Heidelberger Kripo ins Spiel, die bei ihren Recherchen feststellen, dass das persönliche Umfeld der Verschwundenen, speziell ihr Vater, recht problematisch ist.

Persönliche Meinung: 3*** (von 5 möglichen)

Ich mag die Krimireihe um den Heidelberger Polizisten Gerlach sehr gerne, aber mittlerweile kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Luft doch etwas raus ist. 

Die Ermittlungen im Fall Lea fand ich stellenweise recht chaotisch: Wolfgang Burger führt zahlreiche Personen ein und streut Informationen, die völlig irrelevant für den Fall und fehl am Platz sind. 

Und auch über sein Privat- beziehungsweise Liebesleben sind die Leser der Gerlach-Reihe bestens im Bilde, auch wenn es pro Band immer wieder kleine Veränderungen gibt.

Ich hatte öfter beim Lesen den Eindruck, dass ich das schon einmal bei ihm gelesen habe, und das ist für mich kein gutes Zeichen.

DAS VERGESSENE MÄDCHEN ist als Taschenbuch (320 Seiten) bei Piper für 12,99 Euro erschienen.

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