Mittwoch, 13. März 2013

MORGENGRAUEN - Interessante Story, leider mit wenig Emotionen

Krimi-Rezension von Nora

Eine Frage der Schuld. Litauen 1941: Eine abgelegene Waldlichtung wird zum Schauplatz eines ungeheuerlichen Verbrechens. Über 70 Jahre später müssen zwei alte Männer in Amsterdam und München sterben. Besteht eine Verbindung zwischen den beiden Morden? 

Eine der Spuren führt nach Bremen. Nach dem brutalen Überfall auf einen ihrer Kollegen übernehmen die Mordermittler Frank Steenhoff und Navideh Petersen den Fall. Dabei stoßen sie auf ein grauenhaftes Geheimnis in den eigenen Reihen … (Verlagsinfo)

Rose Gerdts – ehemalige Polizei- und Gerichtsreporterin beim Bremen Weser-Kurier – veröffentlicht mit „Morgengrauen“ einen weiteren Roman aus der Serie um das Ermittlerduo Steenhoff und Petersen. 

Besonders interessant an dieser Geschichte fand ich den geschichtlichen Hintergrund, die Verbindung zu Ereignissen in Litauen in den 1940er Jahren. 

Rose Gerdts schreibt sowohl über den Täter und seine Beweggründe, die ihn 70 Jahre nach den Ereignissen zum mutmaßlichen Mörder machten, als auch parallel über die Ermittlungen der Mordkommission Bremen, die sich im Verlauf des Romans noch bis Amsterdam ausweitet, wo es zu einer Zusammenarbeit mit den örtlichen Mordermittlern kommt. 

Persönliche Meinung: 3*** (von 5 möglichen)

Die Kommissare Frank Steenhoff und Navideh Petersen bleiben für mich leider – wie so viele andere Kommissare – sehr blass, profillos und wenig mitreißend. 

Trotz der interessanten Geschichte hinter der Geschichte, schafft es die Autorin nicht, sich aus der Masse der vielen Krimischreiber hervorzuheben. 

Der Roman mag hervorragend recherchiert sein (das kann ich nicht beurteilen), doch nichtsdestotrotz transportieren ihre Charaktere keine Emotionen. Sprachlichen Unfeinheiten, wie das Zurückgreifen auf die immer selbe Methapher (mind. vier mal auf 320 Seiten) sowie das für mich Entscheidende, dass die Autorin nicht in der Lage war, mich emotional zu erreichen, führten zu Sternabzug.

Es mangelt nicht an Spannung, die Geschichte lässt sich flüssig lesen – doch mir hat das gewisse Etwas gefehlt.

MORGENGRAUEN ist als Taschenbuch (320 Seiten) im Verlag rororo für 9,99 Euro erschienen.

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