Freitag, 8. Februar 2013

IRGENDWANN GIBT JEDER AUF - Parker: Hart & direkt mit einer Portion schwarzem Humor

Krimi-Rezension von Elke Heid-Paulus

Das ist Parker noch nie passiert: Nach einem erfolgreichen Raubzug prellen ihn die Kumpel um seinen Anteil. Im mondänen Palm Beach, Tummelplatz der Millionäre und Polizisten, will er ihnen den neuen Coup vermasseln und sich schadlos halten. Mit der Maklerin Lesley findet er das Haus, in dem seine Kumpane nach dem Juwelenraub untertauchen wollen. Doch Lesley ist smart und kommt ihm auf die Schliche. (Verlagsinfo)

Insgesamt gibt es 23 Parker-Thriller, die von dem 2008 verstorbenen Donald E. Westlake unter dem Pseudonym Richard Stark geschrieben wurden. 

Leider werden diese in Deutschland nicht chronologisch veröffentlicht, sondern kommen in umgekehrter Reihenfolge in die Buchhandlungen. Dies ist aber kein größeres Problem, da jedes der Bücher eine abgeschlossene Geschichte ist, so dass man jederzeit in die Reihe einsteigen kann.

Seit gestern, 07. Februar 2013, ist nun die Verfilmung von „Irgendwann gibt jeder auf“ (im Original „Flashfire“) mit Jason Statham als Parker in den Kinos – soweit ich das beurteilen kann, die optimale Besetzung der Rolle. Und gerade rechtzeitig dazu erscheint die Paperback-Ausgabe im Deutschen Taschenbuch Verlag.

Parker ist ein Gauner, ein Krimineller, der ohne Skrupel das tut, was zu tun ist, um sein Ziel zu erreichen. Und wenn sich ihm jemand in den Weg stellt, schreckt er auch vor Mord nicht zurück, vor allem dann, wenn seine Freiheit oder sein Leben in Gefahr ist. 

Und was er überhaupt nicht mag, sind falsche Freunde, die ihn über den Tisch ziehen wollen. Dann ist er unerbittlich in seinen Rachegelüsten. Und Parker ist mit Sicherheit nicht derjenige, der aufgibt.

Persönliche Meinung: 5***** (von 5 möglichen)

Kurz und knapp, hart und direkt, ohne Füllmaterial geradeaus auf den Punkt, aber auch mit einer gehörigen Portion schwarzen Humor – so lässt sich am ehesten Starks Schreibstil charakterisieren. 

Kein Wort ist überflüssig, alles passt sich der gestrafften Handlung an. Und sie Sympathien des Lesers sind immer auf Parkers Seite.

IRGENDWANN GIBT JEDER AUF ist als Taschenbuch (272 Seiten) bei dtv in einer Übersetzung von Rudolf Hermstein für 9,95 Euro erschienen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.