Dienstag, 12. Februar 2013

BILDERMORD - Spannende Inszenierung eines Mordes bei den Salzburger Festpielen

Krimi-Rezension von Jörg Völker

Henri Devolier, ehemaliger Zeichner erotischer Comics, bei denen seine damalige Frau als Modell diente, arbeitet als Kulissenmaler bei den Salzburger Festspielen, wo er Chef der Abteilung werden soll. Doch während der hektischen Tage vor der Opernpremiere taucht seine Exfrau auf und macht ihm die Hölle heiß, weil er sie auf dem Bühnenbild, einem riesigen Comic-Buch, verewigt hat. Ein junger Kollege beginnt ihn zu mobben. 

Doch die eigentliche Bedrohung braut sich anderswo zusammen: Henri wird in mörderische Intrigen um ein verschwundenes Millionenbild verstrickt und gerät selber unter Mordverdacht. Er nimmt den Kampf gegen den Unbekannten auf, der ihm Mord und Kunstdiebstahl in die Schuhe schieben will. Kann er, der schon einmal mit bösen Folgen ausgerastet ist, dem dreifachen Stress von privaten Vorwürfen, beruflicher Herausforderung und gefährlichen Intrigen standhalten? (Verlagsinfo)

Henri Devolier ist ein „besessener“ Künstler. Der ehemalige Comic-Zeichner, ein rasend eifersüchtiger Mensch, hatte seine damalige Frau Valentina, Modell seiner Zeichnungen, schwer misshandelt und war dafür entsprechend bestraft worden. Als Kulissenmaler bei den Salzburger Festspielen fristet er jetzt sein Dasein. 

Dort ist eine Neuproduktion von „Hoffmanns Erzählungen“ geplant. Henris umstrittene Idee, ein überdimensionales Buch mit Seiten zum Umblättern als Bühnenbild einzusetzen, soll dabei verwirklicht werden. 

Im Entwurf hat Henri Riesenporträts von Olympia, Guiletta, Antonia und Stella angefertigt, die alle Variationen von Valentinas Gesicht enthalten. 

Zu allem Überfluss kommt es zum Zusammentreffen mit Valentina. Diese erhält nämlich ebenfalls eine einmalige Berufschance : sie wird kurzfristig Regieassistentin bei der Produktion. 

Als Henri dies erfährt, malt er wie ein Gehetzter unter großem Zeitdruck die Porträts um. 

Gleichzeitig wird er in die Suche nach einem verschwundenen teuren Bild hineingezogen, seine Nachbarin wird ermordet und an seinem Arbeitsplatz wird er massiv gemobbt, weil er fest angestellt werden soll als Abteilungsleiter. 

Persönliche Meinung: 
4,5 Sterne (von 5 möglichen)

Ingrid Poljak verknüpft geschickt die Schilderung eines „besessenen“ Charakters im wirklichen Leben mit dem Schicksal einer ebenfalls „besessenen“ Opernfigur. 

Das Ganze ist eingebettet in die Hektik einer Opernproduktion und wird garniert mit kriminellen Handlungen. 

Der Spannungsbogen wird bis zur Opernpremiere gehalten und gipfelt in einem furiosen Finale während der Premiere. 4,5 Sterne von 5 möglichen sind die Anerkennung hierfür. 

BILDERMORD ist broschiert (288 Seiten) im Berenkamp Verlag für 12,50 Euro erschienen.

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