Montag, 7. Januar 2013

JUNG GENUG ZU STERBEN - Thriller zum Thema Hirnforschung

Krimi-Rezension von Biggi Friedrichs

Lena, 14, ist Probandin am Hirn-Forschungsinstitut Zucker in Berlin. Als sie nicht zum Termin erscheint und ihre Betreuerin Melina eine kryptische Videobotschaft mit schockierenden Bildern erhält, wird klar: Sie ist auf der Flucht. Lenas Spur führt in die Bergwelt Graubündens, wo für bewährte Probanden nervenkitzelnde Trekkingtouren organisiert werden. 

Melina gerät in Konflikt mit Lenas faszinierend exzentrischem Vater, der die Gefahr herunterspielt. Zugleich aber Schlüssel dafür ist, das Mädchen zu retten. Im Nebel der Alpenwelt blitzen widersprüchliche Bidler auf . Geht Lena auf auf ihrer Flucht über Leichen? Sucht das Institut jetzt gezielt Jugendliche als "frisches Forschungsmaterial? (Verlagsinfo)

Lena, die Tochter von Jenissej, einem Medienchoreographen, begleitet eine Gruppe Jugendlicher in die Alpen. Dabei kommt es zu einem Unfall, bei dem ein Jugendlicher stirbt. 

Melina, ihre Betreuerin am Institut Zucker, erhält verschlüsselte Videobotschaften von Lena. Sie setzt sich daher mit Lenas Vater in Verbindung und hofft darauf, dass dieser die Videobotschaften versteht. 

Dieser nimmt jedoch Lenas Verschwinden nicht ernst Melina sorgt sich um Lena, beginnt zu recherchieren und die Polizei einzuschalten.Melina gerät in Gefahr. Auch andere Personen, die mit dem Jugendlichen, der bei dieser Tour um sein Leben kam, zu tun hatten, müssen um ihr Leben fürchten. Der Junge ist auch nicht der Einzige, der einen Unfall hatte ...

Persönliche Meinung: 3*** (von 5 möglichen)

Das Thema Hirnforschung ist sehr interessant. Der Autor hat versucht, um dieses Thema einen Thriller zu kreiieren. Da er so oft es irgendwie geht, den Leser über das Gehirn, die Pubertät und die Gehirnforschung informiert, wird die Spannung und der Lesefluss etwas gebremst. 

Manche Kapitel sind leicht verwirrend, es ist nicht deutlich, wer die Person ist, um die es gerade geht. Erst am Ende des Thrillers wird klar, wer die Person ist, die z. B. die Kindheitserinnerungen in einem Kapitel erlebt.

Einige Morde sind für den Leser nicht ganz nachvollziehbar, wie z. B. der Mord an der Geliebten und Assistentin von Dr. Lascheter. Da Melina nach Lena sucht, ist die Rolle des Kommissars Melchmer überflüssig. Er trägt nicht zur Lösung des Falles bei.

Irritierend ist auch, dass die Personen ab und an aus der Ich-Perspektive erzählen, dann wird die Erzählperspektive im nächsten Abschnitt gewechselt. Zudem hätte ein aufmerksameres Lektorat (Unmöglichkeiten / Stilblüten) dem Buch gut getan.

Ein Thriller mit interessantem Thema, der sich leider etwas in unnötigen, teilweise verwirrenden Handlungssträngen verliert.

JUNG GENUG ZU STERBEN ist als Taschenbuch (442 Seiten) bei atb Aufbau Taschenbuch für 9,99 Euro erschienen.

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