Donnerstag, 10. Januar 2013

FALSCHMALEREI - Spannende Hintergründe zur Kunstfälscherszene

Krimi-Rezension von Jörg Völker

Kommissar Kupfer wird ins Schönaicher Gewerbegebiet gerufen. Ein Möbel- und Antiquitätenhändler ist in seinem Büro niedergeschlagen worden. 

Am Tatort ein verdächtiges Pärchen: der Mann, ein Maler namens Fritz "Diego" Tauscher, verwickelt sich schnell in Widersprüche. Aber vieles ist nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint, klar ist nur, dass es bei diesem Mordfall das Opfer stirbt kurze Zeit später um richtig viel Geld geht.

Seine Ermittlungen führen Kommissar Kupfer in Fälscherwerkstätten und Künstlerateliers, er taucht ein in eine eng vernetzte Kunstfälscher-Szene, die mit billigen Kopien horrende Profite erzielen. 

Dabei fällt Licht in die Dunkelkammern eines spekulativen Kunstbetriebs mit windigen Akteuren und geltungssüchtigen Möchtegern-Mäzenen, die sich zwischen Fälschung und Wahrheit allzu häufig für den schönen Schein entscheiden mit tödlichen Folgen! (Verlagsinfo)

Persönliche Meinung: 
4,5 Sterne (von 5 möglichen)

Wann immer ich von Kunstfälschungen gelesen oder gehört habe, machte ich mir eigentlich niemals große Gedanken über die vielfältigen Schritte, die zur Fälschung selbst und dem nachfolgenden Versuch der Einbringung des gefälschten Gegenstandes in den Kunstmarkt nötig sind.

Erst die Lektüre des vorliegenden Kriminalromanes von Dietrich Weichold hat mich sehr detailliert aufgeklärt, auch über die oft anrüchigen Motive der Erwerber. 

Der Roman ist aber auch sonst sehr spannend und unterhaltsam geschrieben. Der geneigte Leser kann sich dabei am guten Schreibstil des Verfassers erfreuen. 

Die Lektüre hat mich neugierig auf die anderen Kriminalromane des Autors gemacht.

FALSCHMALEREI ist broschiert (267 Seiten) im Silberburg-Verlag für 9,90 Euro erschienen.

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