Montag, 17. Dezember 2012

WOLFSNÄCHTE - Eintauchen in eine Welt des Aberglaubens und der Zauberei

Krimi-Rezension von Petra Querfurt

Dezember 1999. Auf dem Rainbauerhof in Harthausen wird wenige Tage vor Weihnachten eine junge Frau erhängt aufgefunden. Ihr Abschiedsbrief gibt Kommissar Klaus Lott von der Kripo Ulm Rätsel auf. Als tags darauf im Nachbarort ein weiterer Suizid gemeldet wird und das Opfer dieselben Zeilen hinterlässt, glaubt Lott nicht mehr an einen Zufall. 

Die Spur führt Lott und seine Soko "2412" zu einer okkulten Vereinigung, die sich "Die Hüter der Wolfsnächte" nennt und die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den überlieferten Losungen dieser Nächte zu folgen. 

Die Welt steht an der Schwelle zu einem neuen Jahrtausend, in Harthausen aber scheinen die Uhren rückwärts zu laufen. Als sich dann noch der Jahrhundertsturm "Lothar" ankündigt, kann die "Wilde Jagd" beginnen! (Verlagsinfo)

Die Jahrtausendwende steht kurz bevor, doch Kommissar Lott und die Soko 2412 sehen sich bei ihren Ermittlungen immer wieder in längst vergangene Jahrhunderte versetzt. 

In den sogenannten Rauhnächten kommt es zu rätselhaften Todesfällen, alle Opfer gehörten einem okkulten Zirkel an. Nicht nur die kriminalistische Fleißarbeit kurz vor den Feiertagen, sondern auch ein besonderer Menschenschlag, fest verwurzelt in ihrem Aberglauben, verlangen Klaus Lott und seinem Team einiges ab. 

Die Mitarbeiter der Soko 2412 sind aber auch mit Umstrukturierungen der Abteilung und persönlichen Befindlichkeiten beschäftigt. Dieser besondere Jahreswechsel lässt auch Lott einen genaueren Blick auf sein bisheriges Leben werfen. 

Persönliche Meinung: 4**** (von 5 möglichen)

Während die Welt sich auf eine Jahrtausendwende vorbereitet, scheinen einige Landstriche um Ulm noch tief verwurzelt in längst vergangene Zeiten. 

Kurze, eingestreute Kapitel lassen den Leser in eine Welt des Aberglaubens und der Zauberei eintauchen. Durch diesen Wechsel „zwischen den Zeiten“ entsteht auch eine gewisse Spannung. 

Den besonderen Charme des Krimis machen aber die Charaktere der hier beschriebenen Akteure und die typische Lebensart der Landbevölkerung aus. Eingebettet in tatsächliche Ereignisse des Jahres 1999 lässt der Autor Manfred Eichhorn die Legenden um die Raunächte noch einmal auferstehen.

WOLFSNÄCHTE ist als Taschenbuch (293 Seiten) im Silberburg Verlag für 9,90 Euro erschienen.

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