Freitag, 28. Dezember 2012

TOD IM FINKENMOOR - Detailreiche Beschreibung von Tier- und Kinderfolterungen

Krimi-Rezension von Nora

Zwei Kinder verschwinden an einem Novembertag am Cuxhavener Finkenmoor spurlos. Als das ganzen Ausmaß des Verbrechens ans Tageslicht kommt und Täter endlich gefasst wird, sind die betroffenen Familien fassungslos über das milde Urteil. 

Nach Jahren voller Verzweiflung nimmt allmählich ein neuer Gedanke von den Hinterbliebenen Besitz: Rache. Als der Mann das Gefängnis verlässt, hat er nicht die geringste Ahnung, was ihn erwartet. Aber auch die Angehörigen wissen nicht, worauf sie sich einlassen. Denn die Jäger werden zu Gejagten, und ein erbitterter Kampf um Leben und Tod beginnt … (Verlagsinfo)

Myriane Angelowskis Roman „Tod im Finkenmoor“ spielt 2012 und rückblickend auf den Beginn der 2000er Jahre, in der die Taten begangen wurden. Mit Beginn jedes Kapitel ändert sich jeweils die Szenerie.

Insgesamt wird der Leser mit vielen Sichtweisen konfrontiert, auch mit der des Täters. Leider gibt ihm Myriane Angelowsi für meinen Geschmack zu viel Raum, um seine perversen Fantasien auszubreiten, besonders detailliert schildert sie, wie er Tiere quält und auch die Kinder foltert. Wobei Letzteres weniger farbenreich beschrieben wird.

Dem Leser fällt es leicht, die Motive - sowohl die des Täters als auch die der Angehörigen der Opfer  - nachzuvollziehen, jedoch bewegt sich die Autorin psychologisch auf wohlbekannten Gemeinplätzen, so dass nicht wirklich etwas Überraschendes, Neues auf den Leser wartet.

Liest man regelmäßig Krimis/ Thriller kann man leider nur sagen: Kenn ich schon! Das hat es für mich etwas langweilig gemacht, ebenso wie der Schreibstil insgesamt. Zu früh erkennt der Leser, worauf es jeweils hinausläuft und damit nimmt die Autorin ihrer Geschichte zu früh Spannung.

Die Autorin bemüht sich um die Beschreibung der Charaktere, hätte nach meinem Geschmack aber besser weniger Personen beschrieben und sich dafür intensiver und einfallsreicher auf diese einlassen können.

So wird es auf den 253 Seiten doch etwas eng, wenn zu den begangenen „Haupttaten“ noch Suizidversuche, Familienauflösungen, Anverwandtensicht sowie natürlich in der zweiten Hälfte die Racheplanung und -umsetzung hinzukommt.

TOD IM FINKENMOOR ist broschiert (253 Seiten) im Emons Verlag für 9,90 Euro erschienen.

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