Freitag, 7. Dezember 2012

KEINE LEICHE ZUM DESSERT - Mord im Ruhrgebiet

Krimi-Rezension von Jörg Völker

Mord im Ruhrgebiet. Und nicht nur einer! Alle Opfer waren angesehene Gastwirte, alle hatten am auf den Mord folgenden Tag ihren wöchentlichen Ruhetag. Bis auf einen - denn DER fällt völlig aus dem Serienschema. 

Die Kommissare Senft und Löffler versuchen, Licht ins Dunkel eines Falles zu bringen, der ihnen schlußendlich mehr als nur "schwer im Magen liegt" (Verlags-Info)

Der Autor Friedhelm Wessel entwickelt die Geschichte zwar schön aus mehreren Handlungssträngen, die zum Finale hin zusammengeführt werden.

Es sind aber zu viele Handlungsstränge. Sie verlaufen auch nicht parallel, sondern werden hintereinander vorgestellt, zum Teil zu langatmig und zu ausführlich, was den Zusammenhalt der Geschichte auflöst. 

Einige Personen werden ausgezeichnet charakterisiert, aber andere wichtige Akteure bleiben merkwürdig unscharf. 

Die Motive können nicht alle nachvollzogen werden. Gerade die beabsichtigte Geldwäsche in Deutschland wird denkbar schlecht vorbereitet, denn die Mordserie zieht viel zu viel Aufmerksamkeit auf die beteiligten Kreise und ihre Handlanger. Der Autor ist zu Besserem fähig.

KEINE LEICHE ZUM DESSERT ist als Taschenbuch (182 Seiten) im Traumstunden Verlag für 9,95 Euro erschienen.

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