Dienstag, 11. Dezember 2012

DER MÖRDER OHNE EIGENSCHAFTEN - Der dritte Enzo Mackay-Fall von Peter May

Krimi-Rezension von Elke Heid-Paulus

Auf seine Tochter wurde ein Anschlag verübt. Alle Konten sind auf einmal gesperrt. Und dann wird er selbst des Mordes beschuldigt. Verzweifelt versucht der Forensiker Enzo Mackay herauszufinden, wer Stück für Stück sein Leben zerstört. 

Dass ihn jemand vom Lösen alter unaufgeklärter Fälle überall in Frankreich abhalten will, ist ihm schnell klar. Aber ansonsten scheint der Täter beunruhigend eigenschaftslos zu sein. (Verlagsinfo)

"Der Mörder ohne Eigenschaften" ist der dritte Band der Enzo Mackay-Serie des schottischen Schriftstellers und Drehbuch-Autors Peter May. Enzo Mackey ist von Haus aus Gerichtsmediziner, lebt mittlerweile aber in Cahors, einer Stadt im Südwesten Frankreichs und unterrichtet an der dortigen Universität.

Und dann gibt es da noch das Buch eines französischen Journalisten, in dem dieser sieben ungelöste Kriminalfälle beschreibt und eine Belohnung für denjenigen aussetzt, der diese löst. Das weckt natürlich den beruflichen Ehrgeiz des Forensikers. 

Zwei dieser Fälle hat Enzo bereits aufgeklärt, und nun setzt er alles daran, Rätsel Nr. 3 zu lösen. Denn ihm bleibt nicht mehr viel Zeit, weil er unheilbar an Krebs erkrankt ist.

Persönliche Meinung: 3,5 Sterne (von 5 möglichen)

Mays Protagonist ist kein Superman, sondern ein ganz normaler Sterblicher, seinen Töchtern ein guter Vater und seiner Assistentin eher ein väterlicher Freund als ein Chef. So nehmen auch das Familienleben, Alltagsdramen und Zickenterror einen breiten Raum ein. 

Eine gelungene Abwechslung zu der düsteren Grundstimmung und den brutalen Szenen, die sich wie ein roter Faden durch den Krimi ziehen. Aber diese "Muster" sind uns ja bereits von diversen anderen schottischen Autoren bekannt.

Kritisch anzumerken ist, dass die Geschichte trotz allem recht schwerfällig daherkommt, sie fließt nicht und mir haben an den Kapitel-Enden die Überleitungen gefehlt. Da gibt es kaum Cliffhanger, sondern sehr abrupte Übergänge, die immer wieder das Erzähltempo reduzieren und so für Längen sorgen.

DER MÖRDER OHNE EIGENSCHAFTEN ist als Taschenbuch (432 Seiten) bei rororo in einer Übersetzung von Eberhard Kreutzer für 9,99 Euro erschienen.

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