Donnerstag, 6. Dezember 2012

CAMPUSMORD IN BIELEFELD - Skurrile Akteure & ungewöhnliche Ermittlungsmethoden

Krimi-Rezension von Petra Querfurth

Bröker langweilt sich. Nachdem der gemütliche Privatier seinen ersten Fall gelöst hat, fällt er in ein tiefes Loch. Da kommt ihm ein Mord im Schwimmbad der Bielefelder Uni gerade recht.Mit Feuereifer macht sich Bröker an die Aufklärung des Falls. Doch die Polizei kommt ihm zuvor: Rasch ist der Schuldige gefunden. Und die Beweislast erdrückend. Ist die Polizei wirklich auf der richtigen Fährte? 

Bröker vertraut seinem Instinkt und ermittelt weiter. Dabei stößt er zusammen mit seinem jungen Mitbewohner Gregor auf allerlei Ungereimtheiten. Stück für Stück tasten die beiden sich vor und stoßen auf ein dunkles Geheimnis.
(Verlagsinfo)

Bröker, der ganz gegen seine Gewohnheiten im Campusschwimmbad etwas gegen seine mit den Jahren immer zunehmenden Körpermassen tun will, wird Zeuge als dort eine Leiche gefunden wird. Schnell sind seine guten Vorsätze vergessen und er beginnt Nachforschungen anzustellen.

Auf seine ihm eigene bedächtige Art begibt er sich in einige Abenteuer, natürlich nicht außer acht lassend, dass eine gute Mahlzeit und die eine oder zwei Fläschchen Wein ihm beim kombinieren der Fakten unverzichtbar sind.

Einige Male muss er seine eigenen Vermutungen verwerfen und neu beginnen, sich sogar in aberwitzige Situationen begeben. Nach und nach trägt er Hinweise zusammen und kommt der Familiengeschichte des Toten auf die Spur. Um seine Theorie zu bestätigen, muss er allerdings zu einer List greifen...

Persönliche Meinung: 4,5 Sterne (von 5 möglichen)

Dieser Kriminalroman von Lisa Glauche und Matthias Löwe punktet hauptsächlich durch seine skurrilen Akteure, humorvolle Passagen und die unkonventionelle Ermittlungsarbeit. Hier geht es nicht um die spannungsgeladene Handlung, sondern um die gedanklichen Verknüpfungen der zusammengetragenen Fakten.

Der Krimi ist mit viel Lokalkolorit ausgestattet, flüssig geschrieben und die teilweise absurden Aktionen des Privatiers Bröker, der hier in seinem zweiten Fall in und um Bielefeld agiert, runden die Geschichte ab.

Bröker, auch der Mr. Marple von Bielefeld genannt, trägt seinen Beinamen zu Recht wie ich finde, denn genau an diese bekannte Dame der Kriminalliteratur hat er mich erinnert.

CAMPUSMORD IN BIELEFELD ist als Taschenbuch (384 Seiten) im Pendragon Verlag für 12,95 Euro erschienen.

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