Montag, 26. November 2012

TATORT KÖLN - Franziska verlässt Freddy und Max

© WDR/Uwe Stratmann
Irgendwie ist es typisch. Da wird seit Wochen ausführlich in sämtlichen Medien über die Inflation neuer TATORT-Kommissare berichtet, darüber, dass Conny Mey alias Nina Kunzendorf nach nur 4 Folgen den Hessischen Tatort schon wieder verlässt, Andrea Sawatzki (Charlotte Sänger) hingegen gerne zurückkommen möchte und Maria Furtwängler alias Charlotte Lindholm nur noch einen TATORT im Jahr drehen wird. Alles Kommissare und Kommissarinnen halt.

Doch da geht auch eine, ganz still und leise, die zwölfeinhalb Jahre brav, fleißig und sympathisch als Assistentin ihren Dienst im Kommissariat Köln gemacht hat und den Kommissaren Freddie Schenk und Max Ballauf aus mancher Klemme geholfen hat. Aber wenn eine wie sie den TATORT nach 43 Folgen verlässt, liest man kaum darüber. Da scheint's im TATORT nicht anders zu sein, als im richtigen Leben.

Es fängt schon damit an, dass kaum jemand ihren vollen Namen kennt: Franziska Lüttgenjohann (Tessa Mittelstaedt) heißt sie und scheidet auf eigenen Wunsch demnächst aus dem Polizeidienst beim Kölner Tatort-Team aus. 

Am 01.01.2013 um 20:15 Uhr werden wir sie zum vorletzten Mal im Tatort SCHEINWELTEN (Foto) sehen.

Derzeit steht sie mit ihren Kollegen Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär für ihrem letzten Fall vor der Kamera. „Nach so einer langen Zeit mit Ballauf und Schenk bei der Kölner Mordkommission möchte ich mich als Schauspielerin nun neuen Herausforderungen stellen“, sagte Tessa Mittelstaedt am Rande der aktuellen Dreharbeiten für den „Tatort – Franziska“ (Buch: Jürgen Werner/Regie: Dror Zahavi). „Der Tatort aus Köln wird für mich immer etwas ganz Besonderes bleiben, und meine Rolle der Franziska ist mir sehr ans Herz gewachsen. Deshalb freut es mich besonders, dass Franziska vor ihrem Ausstieg beim Tatort-Team noch einmal richtig in den Fokus gerückt wird.“ 

An der Seite von Max Ballauf und Freddy Schenk feierte die damalige Schauspielschülerin Tessa Mittelstaedt 1999 auch ihr Fernsehdebüt. In „Kinder der Gewalt“ (1999) spielte sie die Urlaubsvertretung von Lissy (Anna Loos), der ersten Assistentin der Kommissare Kölner Mordkommission (damals noch unter dem Rollennamen Anja). 

In „Die Frau im Zug“ (2000) bekam sie in der Rolle als Franziska Lüttgenjohann eine Festanstellung bei der Kölner Mordkommission. Als rechte Hand ging sie „mit den Jungs“ durch dick und dünn: In zahllosen Nacht-Einsätzen musste sie Videos von Verhören und Überwachungskameras überprüfen, aus einem riesigen Berg von Schredderpapier das kryptische Buchstabenrätsel eines Entführers lösen („Die Blume des Bösen“, 2007), die Launen des Staatsanwalts von Prinz (Christian Tasche) ertragen, und ihre Chefs decken, wenn sie für ihre Ermittlungen die Dienstvorschriften mal wieder außer Acht ließen („Blutdiamanten“ 2006). 

Sie spielte Babysitter für Freddy Schenks Enkeltochter („Verdammt“, 2008) und besorgte Hochzeitsgeschenke für seine Frau („Minenspiel“, 2005). Nur schwer ließen sich für Franziska Lüttgenjohann dabei Dienstplan und Privatleben unter einen Hut bringen. 

Mit Männern hatte die durchtrainierte Kickboxerin („Brandmal“, 2008) nur wenig Glück. Bei allen Widrigkeiten hatte sie ihr Herz stets am rechten Fleck, ob bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit für ein Obdachlosen-Café („Platt gemacht“, 2009) oder als Bewährungshelferin in ihrem letzten Fall beim Tatort in Köln („Franziska“, 2012). 

Seit diesem Jahr ist Tessa Mittelstaedt in einer durchgehenden Hauptrolle als Staatsanwältin Elke Rasmussen in der ARD-Serie „Heiter bis tödlich – Morden im Norden“ zu sehen. (Quelle: WDR)

Wir wünschen Franziska Lüttgenjohann alias Tessa Mittelstedt alles Gute!

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