Dienstag, 13. November 2012

GRIESSNOCKERLAFFÄRE - Neues von Kommissar Franz Eberhofer

Krimi-Rezension von Jörg Völker

»Die Beerdigung von der Oma ist an einem Donnerstag. Es ist nieselig und grau und wir stehen bis zu den Knöcheln im Friedhofs-Batz. Trotzdem ist beinah die ganze Gemeinde gekommen. Sie war halt auch äußerst beliebt, die Oma, das muss man schon sagen ...«

Keine Angst. Es ist nicht die Eberhofer Oma! Aber in Niederkaltenkirchen ist auch so einiges los. Im Polizeihof Landshut wird ein toter Polizist gefunden. Der Letzte, der mit dem Barschl zu tun hatte, war der Franz. Nun war der Tote ausgerechnet sein direkter Vorgesetzter – und absoluter Erzfeind. Blöderweise handelt es sich bei der Mordwaffe auch noch um Franz’ Hirschfänger. Sieht also nicht gut aus für den Eberhofer! (Verlagsinfo)

Persönliche Meinung: 4**** (von 5 möglichen)

Die „Griessnockerlaffäre“ ist die gelungene 4. Folge der Krimis um Franz Eberhofer von Rita Falk. 

Rita Falk lässt ihren „Helden“ wieder einen Fall auf seine ganz spezielle Art und Weise lösen. Das Buch vermittelt beste bayrische Lebensart. 

Die quicklebendigen Personen sind pralle Figuren, gestandene Mannsbilder und ihre weiblichen Widerparts. Der Dialekt durchdringt jede Szene und macht das Geschehen authentisch. 

Mal wird es derb und bösartig, mal lustig und immer entlarvend. Und trotzdem gibt es hier auch eine rührende Teilgeschichte, die liebenswert-altmodisch erzählte Beziehung zwischen der Oma und dem Paul.

Wer Bayern, seine Bewohner, ihren Humor und Dialekt mag, wird hier prächtig unterhalten.

GRIESSNOCKERLAFFÄRE ist als Taschenbuch (240 Seiten) bei dtv für 14,90 Euro erschienen.

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