Sonntag, 4. November 2012

FRAU HOLLE IST TOT - Rheingau-Krimi, der in die Welt der Märchen entführt

Krimi-Rezension von Biggi Friedrichs

"Frau Holle ist tot", meldet ein anonymer Anrufer der Eltviller Polizei. Kurz darauf wird Kinderpsychotherapeutin Sylvia Holler ermordet aufgefunden, ein Mädchen aus dem Rheingau verschwindet, und ein weiteres wird mit schweren Vergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert. 

Noch bevor KommissarMayfeld das Motiv für die wirren Taten entschlüsseln kann, erreicht die Polizei ein weiterer mysteriöser Anruf. "Der Wolf ist tot" verkündet der Anrufer dieses Mal und bringt Mayfeld auf die Spur eines von den Brüdern Grimm Besessenen ... (Verlags-Info)

Im Rheingau ist ganz schön was los! Ein Mädchen verschwindet, ein anderes Mädchen wird mit nach einem angeblichen Selbstmordversuch ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Kinderpsychotherapeutin, Sylvia Holler, ist ermordet worden. Ein Anrufer hat der Polizei mitgeteilt, dass "Frau Holle tot ist". 

Kommissar Mayfeld ermittelt. Abends hilft er seiner Frau in der Straußwirtschaft, prüft seinen neuen Wein und bekommt den Klatsch und Tratsch der Stammgäste mit. Dieser Klatsch hilft ihm bei seinen Ermittlungen. Auch durch seine Frau erfährt er Hilfe bei seiner Ermittlungsarbeit, ist sie doch eine Kollegin von Sylvia Holler und in Märchen bewandert.

Roland Stark erzählt diesen Krimi in mehreren Erzählsträngen aus der Sicht von verschiedenen Personen, u. a. aus der Sicht des Ermittlers, des Entführers und aus der Sicht von Marie. Die Geschehnisse im Krankenhaus, wo Kommissar Mayfelds Vater liegt und beim Rauchen das eingelieferte Mädchen kennenlernt, bilden einen weiteren Erzählstrang.

Die Hauptfigur Kommissar Mayfeld bekommt keine Unterstützung von seinem Vorgesetzten, dieser möchte ihn los werden, hängt doch ein Disziplinarverfahren gegen Mayfeld an, da er seine Mutter bei einer Demo gegen Stuttgart 21 begleitet hat und sich dort gegen die übertriebenen polizeilichen Maßnahmen gewehrt hat. Für seinen Vorgesetzten ist der Fall klar, Mayfeld hat jedoch Zweifel und ermittelt weiter.

Besonders interessant ist die Figur von Basti, der in seiner eigenen, märchenhaften Welt lebt, und uns einen Einblick in diese Welt gewährt.

Schnell wird klar, dass die Morde und die Entführung von Marie irgendwie zusammenhängen und um welches Thema es wirklich geht. Auch welche Personen in den Fall verwickelt sind, kann der Leser erahnen. 

Persönliche Meinung: 
4**** (von 5 möglichen)

Das Finale ist sehr spannend und sehr rasant, fast alle Personen treffen noch einmal zusammen und Kommissar Mayfeld gerät in große Gefahr. Der Autor präsentiert uns mit einem der Täter am Ende noch eine große Überraschung.

Ein spannender Rheingau-Krimi mit Lokalkolorit, der uns in die Welt der Märchen entführt.

FRAU HOLLE IST TOT ist broschiert (333 Seiten) im Emons Verlag für 10,90 Euro erschienen.

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