Dienstag, 20. November 2012

DOLPHIN DANCE - Überspitze Handlung mit skurrilen Akteuren

Krimi-Rezension von Petra Querfurth

"Ich hatte eine Spur. Und am Ende waren eine Menge Leute tot." Gerade zurück aus dem unfreiwilligen Abenteuerurlaub auf Mafia Island und noch vor Antritt des neuen Jobs als Leiterin einer Spezialeinheit für unaufgeklärte Verbrechen stürzt sich Katharina Klein, Frankfurts explosivste Kriminalpolizistin, in den drängendsten unerledigten Fall, den es für sie gibt: den Mord an ihrer eigenen Familie vor 16 Jahren. 

Die Vergangenheit wirft unangenehme Fragen auf: nach der Rolle des Gerichtsmediziners Andreas Amendt, in den sich Katharina so gerne verlieben würde, und ihres Mentors Polanski, der den Fall damals untersucht hat. Und nach dem eigenen Vater, denn warum sollte jemand die Familie eines harmlosen Kunsthändlers so professionell auslöschen? 

Doch vor allem scheint die Vergangenheit höchst lebendig: Irgendjemand will Katharinas Ermittlungen mit allen Mitteln stoppen und geht dabei wortwörtlich über Leichen. (Verlagsinfo)

Angetrieben von dem Wunsch, den tragischen Mordfall an ihrer eigenen Familie endlich aufzuklären, beginnt Katharina Klein ihre etwas unkonventionellen Ermittlungen. 

Alte Weggefährten und auch der Gerichtsmediziner Andreas Amendt, selbst unter Verdacht die Familie getötet zu haben, spielen in diesem Fall eine Rolle. Doch Katharina ist von der Unschuld Amendts überzeugt und so kommt immer wieder ein geheimnisvoller Unbekannter ins Spiel – der Staufer 

Aber gibt es diesen Staufer wirklich oder ist es nur ein Märchen, das Unterweltler gerne auftischen um ihre Verbrechen jemandem in die Schuhe zu schieben? Während Katharina und Amendt diese Frage klären wollen, stolpern sie über einige Leichen.Jemand ist über ihre Schritte bestens unterrichtet.

Persönliche Meinung: 5***** (von 5 möglichen)

Mit dem bereits dritten Kriminalfall um die Ermittlerin Katharina Klein ist Helmut Barz ein spannender, humorvoller und mit vielen Wendungen versehener Krimi gelungen. 

Die bewusst überspitze Handlung ist mit skurrilen Akteuren, schnellen Szenenwechseln und einem ansteigenden Spannungsbogen versehen. 

Obwohl ich die Vorbände nicht gelesen habe, konnte ich der komplexen Handlung gut folgen und fühlte mich sehr gut unterhalten. Positiv zu erwähnen ist auch die besonders gelungene Aufmachung des Buches – das Cover in schwarz/rot/ weiß – die einzelnen Kapitel sind nach Kompositionen von Herbie Hancock benannt.

Einige ganzseitige Illustrationen mit Zitaten von bekannten Persönlichkeiten und passend zur Story ausgewählt, runden den guten Gesamteindruck ab. 

Auch der Titel erschließt sich und deutet auf eine zu verfolgende Spur. Die Geschichte endet mit einer wunderbaren Liebeserklärung, ich zitiere: „Weil ich Sie liebe, Sie Arschloch!“ Da der Angesprochene eine Erwiderung schuldig blieb, gehe ich davon aus, dass es noch einen weiteren Band geben wird. Ich freue mich darauf!

DOLPHIN DANCE ist als Taschenbuch (446 Seiten) im Sutton Verlag für 12,00 Euro erschienen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.