Dienstag, 27. November 2012

BLOODMAN (Hörbuch) - Nichts für Sensible & stellenweise unglaubwürdig

BLOODMAN
Autor: Robert Pobi
Verlag: Hörbuch Hamburg
Downtown
Auflage: November 2012
Sprecher: Martin Keßler
5 Audio CD mit 335 Min.
gekürzte Lesung 
Preis: 14,99 Euro
Krimi- Rezension: Dani Nimz

Niemand würde Jake Cole trauen. Das Leben auf der Straße hat ihn hart gemacht. Trotzdem ist er einer der besten Sonderermittler des FBI. Keiner versteht Tatorte so gut wie der Mann mit den vielen Tattoos. 

Doch dann tauchen die brutal zugerichteten Leichen einer jungen Frau und ihres Sohnes auf. Für Jake gibt es keinen Zweifel: Der Mörder seiner Mutter ist zurück. Die Jagd nach ihm treibt Jake an den Rand des Wahnsinns. Er verfolgt, jagt und hetzt ihn, schlaflos und vom Adrenalin getrieben. Doch der Bloodman kennt ihn gut. Besser als Jake sich selbst. (Verlagsinfo)

Gleich vorweg – BLOODMAN ist nichts für die Sensibelchen. Eindeutig nicht. Für mich war die Ekelgrenze bis zum Anschlag erreicht, die Grenze zum Horror zwar nicht überschritten, aber zumindest gestreift. Wieder einmal wäre für mich hier weniger mehr gewesen. 

Zur Story: Jake Coles Vater ist der berühmte Maler Jacob Coleridge, dessen Frau ermordet wurde, als Jake noch ein Junge war. Dieser Mord ist nie aufgeklärt worden. Der Vater allerdings scheint zu ahnen, wer dahinter steckt und hat in seinen Bildern Hinweise auf den Täter verborgen. 

Jake hat damals schon als Teenager sein Elternhaus verlassen und kommt nun nach fast 30 Jahren zurück, um sich um seinen mittlerweile demenzkranken Vater zu kümmern. Da er einer der besten Tatortleser des FBI ist, engagiert ihn rein zufällig auch die lokale Polizei, um bei den Ermittlungen in dem Mordfall an der jungen Frau und ihrem Sohn zu helfen und die Jagd beginnt. 

Persönliche Meinung: 3,5 Sterne (von 5 möglichen)

Mir war die ganze Story -abgesehen von den Ekelszenen- insgesamt ein wenig zu eckig und unlogisch, die Figur des Jake Cole zu unglaubwürdig. 

Als Jugendlicher auf der Straße, Drogenkarriere, Alkoholiker – und dann das As vom FBI? Oder: Ein Hurricane zieht auf, gegen den Katrina ein Kindergarten war, und die Leute gehen am Strand spazieren oder einkaufen anstatt sich in Sicherheit zu bringen? 

Auch das Ende mit diversen Schleifen und Twists war mir ein wenig zu halbherzig angelegt und hat mich nicht überzeugt. 

Wenn man es schafft, solche Ungereimtheiten zu übersehen, der Nörgelstimme im Hinterkopf einfach nicht zuzuhören, dann wird man mit einem interessanten Thriller belohnt, denn die Grundidee als solche fand ich richtig gut, nur die Umsetzung holperte ein wenig.

Leider hat mir der Sprecher Martin Keßler überhaupt nicht gefallen. Zu cool, zu viel Philip Marlowe. Hier wäre mehr Modulation in der Stimme angebracht gewesen.

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