Dienstag, 2. Oktober 2012

NEW YORK RUN - Marathon-Thriller mit rasantem Tempo

Krimi-Rezension von Tanja Werner

Fort Worth, Staten Island, New York. Anfang November. Fünf Grad über Null. 42 Kilometer bis in den Central Park. Brian Harding muss erneut Laufen, Laufen, Laufen! Doch diesmal trägt er die perfekte Dopingsubstanz nicht freiwillig in seinem Körper. 

Gezwungen durch den skrupellosen Oligarchen Stalin laufen er und sein Freund Christopher Johnson gegen die Zeit, gegen die Marathon-Weltelite und gegen die Entdeckung ihrer Identität durch den Geheimdienst NSA. Stalins Regeln sind einfach: Einer von ihnen muss den Lauf gewinnen. Keiner von ihnen darf stehen bleiben. Andernfalls explodieren die Sprengladungen in ihren Schuhen. 

Jederzeit verfolgt von den Kameras, die die Bilder des New York City Marathons in die ganze Welt übertragen, bleiben Brian und Chris nur zwei Stunden Zeit, um ihr Leben zu retten. (Verlags-Info)

Den ersten Marathon-Thriller BOSTON RUN von Frank Lauenroth habe ich als Hörbuch gehört, gesprochen von Johannes Steck und zwar meist beim Joggen. Das hat natürlich super gepasst, richtig Spaß gemacht und ist auch ein Grund, warum ich mich mit NEW YORK RUN anfangs ein wenig schwerer getan habe. 

Da aber New York eine meiner Lieblingsstädte ist, wurde ich dann doch schnell mitgerissen von den Szenen über die Marathonstrecke und die Euphorie der Läufer. 

Persönliche Meinung:
4**** (von 5 möglichen)

Mit einem fulminantem Auftakt kommt NEW YORK RUN daher und packt den Leser gleich, wenn Brian und Christopher an den Start gehen. Diesmal zu zweit und von Anfang an unter Dauerstress müssen die beiden die spektakuläre Laufstrecke von 42 KM bewältigen und dürfen dabei weder stehen bleiben, noch zu viel Abstand voneinander bekommen, damit kein Unglück passiert. 

Auf der Laufstrecke überschlagen sich dann die Ereignisse um den russischen Oligarchen „Stalin“, mehrere Geheimdienste und die Presse. Denn alle wollen ein Drama verhindern oder eben nicht verpassen und sie müssen schnell sein: Geübte Läufer schaffen einen Marathon mal eben in gut zwei Stunden. 

Was ist die Motivation des russischen Oligarchen – plant er etwa einen biologischen Anschlag im Zieleinlauf? 

Hinzu kommt dann noch, dass es einen Maulwurf in der CIA geben muss. Unter Leitung der CIA-Agentin Elisabeth Bancroft, die mit ihrer Intelligenz und direkten Art sämtliche Kollegen in die Tasche steckt,versuchen CIA und NSA in einem gewagten Wettlauf mit der Zeit, der Katastrophe immer einen Schritt voraus zu sein. 

Wie auch bei BOSTON RUN gefällt mir das Thema sehr und die Story wird nicht langweilig, obwohl sich die Inhalte teilweise ähneln, denn wieder geht es auch um die stimulierende Droge, die die beiden Läufer zu Gewinnern des Marathons machen soll und eben um viel mehr … 

Dies alles zusammen sorgt für kurzweilige Unterhaltung, auch wenn man beim Lesen leider still sitzen muss. Packendes Thema und gelungene Unterhaltung.

NEW YORK RUN ist als Taschenbuch (280 Seiten) im Sportwelt Verlag für 9,95 Euro erschienen.

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