Sonntag, 28. Oktober 2012

DAS ULTIMATUM - Simon Kernick schreibt knallhart und ohne Längen

Krimi-Rezension von Elke Heid-Paulus

London, ein ganz gewöhnlicher Tag. Geschäftiges Treiben, Touristen flanieren durch die Straßen. Plötzlich zerreißen Detonationen die Luft. Mehrere Bomben explodieren, Panik bricht aus. Doch dies ist erst der Anfang. 

Eine Bande Schwerbewaffneter stürmt das Luxushotel Stanhope. Sie stellen der Regierung ein Ultimatum: Fünf Stunden, um ihre Forderungen zu erfüllen – dann wird die erste Geisel sterben. Sonderkommissarin Arley Dale übernimmt die Einsatzleitung. Sie weiß: Auch ihre Kinder befinden sich in der Gewalt der Verbrecher. Für Dale beginnt ein Albtraum – und der Countdown läuft. (Verlagsinfo) 

Geiselnehmer, die ohne mit der Wimper zu zucken bereit sind, ihr eigenes Leben in die Waagschale zu werfen, haben die englische Hauptstadt im Griff und verbreiten Angst und Schrecken. Sie wollen damit die britische Regierung dazu zwingen, sofort und ohne Einschränkung alle Militäraktionen in der muslimischen Welt zu beenden. 

Ihre Opfer sind willkürlich gewählt und daran unbeteiligt, aber ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Sie vertrauen auf das Geschick der Verhandlungsführer und hoffen, dass diese sie aus ihrer misslichen Lage befreien. 

Persönliche Meinung: 5***** (von 5 möglichen)

Tempo, Gewalt und Glaubwürdigkeit – nach diesem Rezept funktionieren alle Action-Thriller von Simon Kernick. Und auch „Das Ultimatum“ macht hier keine Ausnahme. Gleich der erste Satz macht dem Leser klar, was er zu erwarten hat, denn dort gibt es bereits den ersten Toten. 

Und dann geht es Schlag auf Schlag: nach und nach werden die Personen vorgestellt und detailliert beschrieben, kurze Kapitel und überraschende Wendungen halten das Tempo hoch und fesseln die Aufmerksamkeit des Lesers. 

Was uns der Autor erzählt, ist neben den fiktionalen Aspekten mit den unterschiedlichsten Informationen gespickt, die dem Thriller fast Reportage-Charakter verleihen und die Geschichte sehr authentisch wirken lassen. 

Kernick schreibt knallhart und ohne Längen, und einmal angefangen kann man das Buch fast nicht mehr zur Seite legen. Ein Meister seines Fachs, auf dessen nächsten Thriller ich mich schon freue!

DAS ULTIMATUM ist als Taschenbuch (512 Seiten) bei Heyne in einer Übersetzung von Gunter Blank für 9,99 Euro erschienen.

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