Sonntag, 9. September 2012

UNGUAD - Ein gut strukturierter Krimi mit einem überraschenden Ende

Krimi-Rezension von Jörg Völker

Die Hausfrau und Mutter Karin Schneider ist mit ihrer Familie dabei, im örtlichen Seniorenheim „Haus Sonnenhügel“ den 90. Geburtstag ihres Vaters zu feiern. 

Der Jubilar ist dort auf Station 12 untergebracht, zusammen mit seiner Frau. Alle Familienmitglieder sind eingespannt, um bei der Bewirtung der zahlreichen Gäste zu helfen. Karin ist auf der Suche nach einer Vase für mitgebrachte Blumen. Dem Tipp einer Heimbewohnerin folgend will sie in der Abstellkammer auf dem gleichen Gang nachsehen. 

Die Tür lässt sich nur mühsam öffnen. Und dann sieht sie zu ihrem großen Entsetzen die Ursache hierfür : den Leichnam der Pflegerin Elvira. Wieder, wie schon in dem „Fall“ „Niederbayrische Affären“, schlüpft die Protagonistin bedingt durch die seltsamen Umstände in die Rolle einer bayrischen Miss Marple und befasst sich mit der Aufklärung eines Mordfalles. 

Persönliche Meinung: 
5***** (von 5 möglichen)

Die Protagonistin beschafft sich die notwendigen Informationen über die beteiligten Personen mit der ihr eigenen Hartnäckigkeit und kombiniert sehr erfolgreich. 

Großzügig umgeht sie polizeiliche Verbote und andere Hindernisse und „füttert“ bei passender Gelegenheit die Kriminalbeamten mit ihren Erkenntnissen. Hierbei werden dem Leser Land und Leute mit all ihren Eigenheiten vorgestellt, das Leben in Kirchmünster und Umgebung geschildert und die Abläufe und Zustände in einem Altenheim aufgezeigt. 

Der Ort Kirchmünster ist zwar fiktiv, aber alles wird in einem sehr unterhaltsamen Schreibstil so liebevoll von Ingrid Werner geschildert, dass die kriminellen Taten schon fast als störend empfunden werden könnten. Aber sie sind nun einmal „das Salz in der Suppe“. Ein gut strukturierter Kriminalroman mit einem überraschenden Ende! Ich freue mich auf weitere Romane mit Karin Schneider!

UNGUAD ist broschiert (239 Seiten) bei Emons für 9,90 Euro erschienen.

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