Dienstag, 4. September 2012

HOFFNUNG IST GIFT (Hörbuch) - Tragischer Justiz-Irrtum (nach einer wahren Begebenheit)

HOFFNUNG IST GIFT
Autor: Iain Levison 
Verlag: audio media 
Auflage: Juli 2012
Sprecher: Thomas M. Meinhardt 
gekürzte Lesung
5 Audio CD mit 330 Min. 
Preis: 16,99 Euro 
Krimi-Rezension: Nicole Ludwig


Jeff Sutton arbeitet in Dallas, Texas, als Taxifahrer. Seine Welt ist in Ordnung, bis eines Tages eine augenscheinlich wohlhabende Frau in sein Taxi steigt. Vor ihrer Villa angekommen, bittet Sie ihn in ihr Haus, um ihn zu bezahlen. 

Während Sutton dort auf die Dame wartet, öffnet er ein Fenster. Ein Fehler, der sein Leben dramatisch verändern wird. Einen Tag später wird Jeff verhaftet. Der Vorwurf: Jeff habe die Tochter der reichen Frau entführt. Sein Fingerabdruck am Fenster der Tochter sei der Beweis. 

Viel mehr Ermittlungen gibt es nicht und Jeff wird die Zeit bis zu seiner Verhandlung in einer Zelle des Todestraktes verbringen. Außer einem Mitinsassen glaubt Niemand an Jeffs Unschuld und auch sein Pflichtverteidiger leistet nur mäßige Arbeit. Wird Jeff der Todesstrafe entkommen können? 

Persönliche Meinung: 5***** (von 5 möglichen) 

Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte. Die Tatsache, dass es aus der Sicht von Jeff Sutton geschrieben/gesprochen ist, macht die Geschichte besonders packend. 

Man fühlt mit dem Taxifahrer, teilt dessen Hoffnungen und erleidet seine Rückschläge hautnah. Die tägliche Tristesse und Hoffnungslosigkeit kriecht unter die Haut. 

Wer bis heute noch den Glauben an das amerikanische Rechtssystem hatte, der wird ihn wohl spätestens hier verlieren. Wobei solche Justizirrtümer natürlich in aller Welt, nicht zuletzt auch in Deutschland, vorkommen. 

Ermittler, denen es nur wichtig ist, einen Fall „erfolgreich“ abzuschließen und die fehlende Möglichkeit eines vermeintlichen Täters, seine Unschuld zu beweisen, -eine erschreckende Vorstellung und für mein Rechtsempfinden unerträglich. Ein Hörbuch, das Spuren hinterlässt und nachdenklich macht.

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