Montag, 17. September 2012

FALSCH - Geheimnisvolle Ereignisse, wilde Verfolgungsjagden und interessante Locations

Krimi-Rezension von Elke Heid-Paulus

Eine gnadenlose Jagd über die Kontinente und durch die Jahrzehnte. Ein blutiger Überfall im kolumbianischen Dschungel. Drei kodierte Botschaften, von Brieftauben in die Welt getragen. 

Ein Vermögen als Lohn für die Entschlüsselung der Nachrichten: Der Abenteurer und Pilot John Finch macht sich in Begleitung der attraktiven Fiona Klausner und einer bunt zusammengewürfelten Truppe auf den Weg nach Europa, um ein spektakuläres Geheimnis aus der Nazizeit zu ergründen. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen übermächtige Gegner. (Verlagsinfo) 

Wer auf Abenteuerromane und Schnitzeljagden rund um den Globus steht, dem wird die Lektüre des neuen Buches des österreichischen Autors Gerd Schilddorfer großes Vergnügen bereiten. Geschrieben im Stil eines Abenteuerromans, ist „Falsch“ ein typisches „Popcorn Buch“, das kurzweilige Unterhaltung nicht nur verspricht, sondern dieses Versprechen auch einlöst. 

Es gibt jede Menge Verfolgungsjagden, eine Truppe von Aufrechten, zusammengeschweißt durch das gemeinsame Ziel und skrupellose Gegner, die das Geheimnis um jeden Preis bewahren wollen. 

Persönliche Meinung: 4 **** (von 5 möglichen)

Die Gegenwart, die Jahre der Russischen Revolution sowie die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges bilden den zeitlichen Hintergrund des Buches, und durch den permanenten Wechsel der Handlungsorte und Zeitebenen wird das Erzähltempo enorm forciert. 

Informationen erhält man somit nur häppchenweise, so dass die Spannung durchgängig erhalten bleibt und den Leser bei der Stange hält. Zusätzlich zu dem Hauptstrang der Geschichte gibt es unzählige lose Fäden im Handlungsverlauf, deren Relevanz sich erst nach und nach erschließt und die einzelnen Ebenen schlüssig miteinander verknüpft.

Geheimnisvolle Ereignisse, wilde Verfolgungsjagden und interessante Locations sprechen für die unterhaltsame Lektüre im Stil eines „Indiana Jones Films“.

Allerdings sollten bei einem Schmöker knapp 700 Seiten ausreichen, damit der Autor seine Personen sorgfältig charakterisieren kann. Und das ist Schilddorfer leider nicht gelungen. Aber schussendlich ist das bei einer Geschichte, die so konsequent auf Action setzt, für die meisten Leser wohl eher nebensächlich bzw. ausreichend.

FALSCH ist gebunden (670 Seiten) bei Hoffmann und Campe für 19,99 Euro erschienen

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