Samstag, 28. Juli 2012

SOLO FÜR DEN TOD - Unterhaltsamer Schweden-Krimi mit vielen Protagonisten

Krimi-Rezension von Jörg Völker

Strängnäs steht kopf – ein internationales Jazzfestival sorgt für Partylaune in dem beschaulichen Städtchen am Mälarsee. Die Polizei ist mit den Sicherheitsvorkehrungen, Journalist Fredrik Gransjö mit der Berichterstattung vollauf beschäftigt. 

Da bricht ein Schwerverbrecher aus dem nahegelegenen Gefängnis aus, ein brutaler Banküberfall fordert Todesopfer, ein berühmter Jazzmusiker wird angeschossen. Die Feststimmung kippt jäh, Polizei und Presse sind ebenso schockiert wie ratlos. Stehen alle diese Vorfälle in einem Zusammenhang? Und welche Rolle spielt die Bankangestellte Sanna Friborg? (Verlags-Info)

Mit „Solo für den Tod“ beweist Lars Rambe, dass der Erfolg seines ersten Kriminalromans „Die Spur auf dem Steg“ keine „Eintagsfliege“ war. Sein neues Buch zeigt vielmehr auf, dass der Autor seine Erzähl– und Schreibtechnik wesentlich verfeinert hat. 

Eine größere Personenzahl agiert auf schlüssige Weise in spannenden Erzählsträngen, die während eines Jazzfestivals in der beschaulichen schwedischen Provinz gekonnt zusammengeführt werden.

Einige rätselhafte Vorkommnisse in Vergangenheit und Gegenwart können durch unermüdlichen Einsatz der Polizeikräfte und die hartnäckigen Recherchen des schon bekannten Reporters Fredrik Gransjö und seiner neuen Kollegin, der Praktikantin Emilia Gibbons, aufgeklärt werden. 

Persönliche Meinung: 5***** (von 5 möglichen)

Verfassung und Gemütslage der Personen werden glaubhaft geschildert. Ihr Alltag wird sehr genau abgebildet. Die Landschaft dient hervorragend als Kulisse für die Handlung. 

Das mitunter überaus brutale Vorgehen der Kriminellen fordert es geradezu heraus, diesen so schnell wie möglich das Handwerk zu legen und die Untaten zu sühnen. Daraus bezieht der Roman eine magische Spannung.

Außerdem will der Leser die aufgetauchten Rätsel lösen. Lars Rambe hat mich angenehm überrascht. Ich habe mich sehr gut unterhalten. Ich vergebe hier deshalb gerne 5 Sterne von 5 möglichen und wünsche dem Buch noch viele Leser, auch wenn die große Vielzahl der handelnden Personen (lt. Anhang mehr als 30) nicht jedermanns Geschmack entgegenkommen wird.

SOLO FÜR DEN TOD ist als Taschenbuch (400 Seiten) bei dtv in einer Übersetzung von Kerstin Schöps für 9,95 Euro erschienen.

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