Montag, 5. November 2012

SCHWARZER MOND ÜBER SOHO - Gelungene Mischung aus Krimi und Fantasy



Krimi-Rezension von Nicole Glücklich
Redaktionsmitglied "The Bakerstreet Chronicle"

Mit „Schwarzer Mond über Soho“ hat Autor Ben Aaronovitch den zweiten Band über seinen Zauberlehrling Peter Grant geschrieben: 

Detective Nightingale und sein Lehrling Peter Grant werden zu einer Serie seltsamer Todesfälle gerufen, bei denen nichts auf Mord hinweist – und dennoch war eindeutig Magie im Spiel, was in ihr Spezialgebiet fällt. 

Alle Verstorbenen waren Jazzmusiker und starben ganz plötzlich nach ihren Auftritten offenbar an natürlichen Todesursachen. Lediglich die Wahrnehmung eines ihm vage bekannt vorkommenden Musikstücks führt Peter schließlich auf die richtige Spur. Gleichzeitig beschäftigt ihn noch ein anderer Fall, der eindeutig unter die Gürtellinie geht… 

 „Schwarzer Mond über Soho“ knüpft direkt an die Ereignisse aus dem ersten Buch „Die Flüsse von London“ an und nimmt auch so manchen dort angefangenen Faden wieder auf, wie etwa die mysteriöse Mordserie, bei der Männer durch einen Biss in ihre Weichteile starben. 

Persönliche Meinung: 
4**** (von 5 möglichen)

Leider wirkt das erneute Auftauchen von Peters ehemaliger Kollegin Lesley wie ein notwendiges Übel und auch die Auftritte der Themsegötter bzw. ihrer Sprösslinge erscheinen überflüssig. 

Wie schon im ersten Teil hat sich Ben Aaronovitch auch dieses Mal einem speziellen Thema mit seiner Geschichte gewidmet, nämlich dem Jazz. 

In der Erzählung gibt es so viele Anspielungen auf Jazzmusiker und Musikstücke, dass es für jemanden, der sich mit der Materie nicht auskennt und auch nicht weiter beschäftigen möchte, etwas ermüdend wirkt. 

Immerhin ist „Schwarzer Mond über Soho“ eindeutig mehr Krimi als sein Vorgänger. Gegen Ende bewegt sich die Geschichte wieder sehr stark in das Fantasy-Genre, wird aber auch bis zur Auflösung noch einmal richtig spannend. 

Leider kann die Fortsetzung von Aaronovitch nicht ganz mit dem Vorgänger mithalten, was Kreativität und Schnelligkeit der Erzählung angeht. Dennoch ist es immer noch eine gelungene Mischung aus Krimi und Fantasy und – wie schon „Die Flüsse von London“ – für Fans von Zauberern und Großbritannien unbedingt zu empfehlen! 

Autor Ben Aaronovitch ist eigentlich Buchhändler, wenn er nicht gerade Bestseller schreibt oder an diversen TV-Serien mitwirkt.

Die Hörbuchfassung wird von Dietmar Wunder sehr einfühlsam und angenehm ruhig gelesen.

SCHWARZER MOND ÜBER SOHO ist als Taschenbuch (416 Seiten) bei dtv in einer Übersetzung von Christine Blum für 9,95 Euro erschienen.

SCHWARZER MOND ÜBER SOHO ist als Hörbuch (3Audio CD mit 265 Minuten) von Dietmar Wunder gesprochen bei GoyaLit erschienen.

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