Freitag, 4. Mai 2012

DAS ECHO DER LÜGE - Spannendes Verwirrspiel von der ersten bis zur letzten Seite


Krimi-Rezension von Dagmar Werner 

Drei Monate ist es her, seit Pascal bei einem Tauchgang im Südatlantik verschwand. Obwohl seine Leiche nicht gefunden wurde, geht die Polizei vor Ort davon aus, dass Pascal ums Leben kam. Nur seine Frau Antonia glaubt nicht an einen Unfall. Dennoch ist sie zutiefst verunsichert, als Ray Stein vom Frankfurter Betrugsdezernat sie eines Tages aufsucht, um ihr mitzuteilen, dass man gegen Pascal ermittelt. Hat ihr Mann als Investmentbanker tatsächlich Millionen unterschlagen und sich dann mit dem Geld abgesetzt? 

Und welche Rolle spielt Pascals Exfrau, die er für Antonia verlassen hat? Offenbar verstrickte Pascal sich immer mehr in Lügen, doch sollte Antonia so blind gewesen sein? Allein auf sich gestellt, versucht sie dem Rätsel seines Verschwindens auf die Spur zu kommen und muss erfahren, dass nichts in ihrem Leben ist, wie es scheint … (Verlags-Info)

Persönliche Meinung: 5***** (von 5 möglichen)

Mit dem „Echo der Lüge“ ist Sophie Miller ein Verwirrspiel der Extraklasse gelungen. Von der ersten bis zur letzten Seite wird hier Hochspannung erzeugt. Der Leser fiebert förmlich mit Antonia mit, die sich immer tiefer in ein Netz aus Intrigen und Lügen zu verstricken scheint. 

So richtig glaubt sie von Anfang an nicht an die Vorwürfe gegen ihren Mann, die Ray Stein vom Betrugsdezernat an sie heran trägt. Daher traut sie dem sympathischen Ermittler nicht über den Weg. Zwar mit unterschiedlicher Intension, aber irgendwie gemeinsam machen die beiden sich daran, das schwierige Puzzle um Pascals Verschwinden zu lösen. 

Dabei stolpert Antonia immer wieder über David Hilpert, der von Pascals Familie ins Rennen geschickt wird. Denn es gilt die Aufklärung des Todes zu verhindern, steht doch ein großes Erbe aus, das Pascals Familie nicht in Gefahr sehen will. 

Nur Antonias etwas skurrile Tante Dora ist ihr zwischendurch immer wieder eine Stütze. Auch Pascal selbst hilft ihr dann und wann mit einem versteckten Hinweis; doch seine Motive bleiben dem Leser bis zum Schluss verborgen. 

Neben der rasant erzählten Story um Betrug, Liebe und Habgier besticht „Das Echo der Lüge“ durch großartig gezeichnete Charaktere, so zum Beispiel Jessica, Pascals Ex-Ehefrau, die eine sehr entscheidende Rolle spielt. 

Wer war Pascal wirklich? Antonia macht sich auf den Weg, das herauszufinden. 

Diesen lesenswerten Krimi habe ich in zwei Tagen verschlungen, war ich doch einfach zu neugierig, wie es mit Antonia weiter geht. Der spannende und flüssige Stil hat mir das natürlich leicht gemacht.

Einzig schade, dass man nicht weiß, wer sich hinter dem Pseudonym "Sophie Miller" verbirgt, denn von dieser Autorin möchte ich gerne mehr lesen.

DAS ECHO DER LÜGE ist als broschiert (352 Seiten) im DIANA Verlag für 14,99 Euro erschienen. 

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