Dienstag, 20. Dezember 2011

EISKALTE RACHE - Detaillierter Einblick in praktische Polizeiarbeit

Krimi-Rezension von Claudia Hering

Die Toten verzeihen nicht...
Stockholm an einem kalten Wintertag: Der Anführer einer Rechtsradikalen-Gruppe wird von einem Pfeil tödlich getroffen. 

Kriminaltechniker Ulf Holtz übernimmt den Fall und findet schnell heraus, dass der Mörder gehinkt haben muss – ein Hinweis auf den verschollen geglaubten Sohn des Toten?

In seinem zweiten Buch schickt Varg Gyllander den Kriminaltechniker Ulf Holtz auf die schwierige Suche nach einem Mörder, der lange Zeit unsichtbar bleibt. Dabei fehlt es nicht an möglichen Verdächtigen, denn als Anführer einer rechtsradikalen Gruppe hat das Opfer zahlreiche Feinde.

Persönliche Meinung: 3,5 Sterne (von 5 möglichen)

Die Mordermittlung schreitet nur langsam voran. Dafür bekommt der Leser - durch die Augen eines Kriminaltechnikers gesehen - einen sehr detaillierten Einblick in die praktische Polizeiarbeit. Teilweise sind die Beschreibungen jedoch zu langatmig und haben mich oftmals ermüdet.

Je mehr man aber in die Ermittlungen eintaucht und die Protagonisten besser kennenlernt, umso gespannter verfolgt man auch das Geschehen. Der Autor versteht es dabei sehr gut, genau im spannendsten Moment in eine andere Szene zu springen und den Leser sozusagen in der Luft hängen zu lassen.

Die endgültige Auflösung erfolgt erst sehr spät und ist in vielerlei Hinsicht überraschend und für meinen Geschmack aber zu abrupt. Leider auch einiges ungeklärt, worüber ich gerne noch mehr erfahren hätte.

Alles in allem ein Buch, für das man zwar einiges Durchhaltevermögen braucht (deswegen Punktabzug), das dann aber andererseits auch nicht enttäuscht, sondern mit Spannung und einer guten Geschichte belohnt.

EISKALTE RACHE ist bei btb als Taschenbuch (384 Seiten) in einer Übersetzung von Holger Wolandt und Lotta Rüegger für 9,99 Euro erschienen. 

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